> Ein bisschen Humor gepaart mit gnadenloser Wahrheit <

 

[ Früherer Matchbericht-Schreiber Peter Gebhardt ]

 


21.04.2018 | Schaffhausen - Tessin 

 

Nach der zwar guten Leistung, aber punktemässig deutlichen Niederlage im Startspiel gegen St. Gallen, wollten die Golden Balls eine Reaktion gegen den Gast und Tabellennachbarn aus dem Tessin zeigen. 

 

Akribisch wurde vorbereitet, Coach Zeindler plante sein Aufwärmprogramm auf die Sekunde genau. Es wurde den äusseren, sehr heissen Bedingungen ideal angepasst. Jeder war im 

"Tunnel", jeder war sich seiner heutigen Aufgabe bewusst. Und "jeder" bedeutete, zur grossen Freude aller Beteiligten, auch heute ein volles Teamsheet von 23 Mann. (wovon 22 

eingewechselt werden dürfen). Im Spiel gegen St. Gallen wurden die ersten 10 Minuten komplett verschlafen, dies musste heute um jeden Preis verhindert werden.

 

Das Spiel ging los und man spürte, dass das Team wach, konzentriert und vor allem hoch motiviert antrat. In der Startviertelstunde konnten sich die Gäste gefühlt nicht ein einziges mal aus der eigenen Platzhälfte befreien. Die Aktionen der Schaffhauser waren aber noch von viel Nervosität geprägt. Viele Verstösse wurden geahndet, teils nicht unbedingt verständlich, aber es verhinderte, dass Offensivaktionen erfolgreich abgeschlossen werden konnten. 

 

Und dann kam Humphreys. Unwiederstehlich setzte er zum Sololauf an. Wäre es Winter gewesen und sein Name Marcel Hirscher, dann hätte die Disziplin mit Sicherheit Slalom 

geheissen. Im Rugby aber sind es keine Torstangen, sondern Gegenspieler, die ihn mit allen Mitteln zu stoppen versuchten. Da Humphreys aber sehr flink, wendig und mit sehr viel 

Power agierte, vollendete er seine phänomenale Aktion mit dem ersten Versuch für Schaffhausen.

 

Durch eine Unachtsamkeit kamen die Tessiner relativ rasch zu ihren ersten Punkten. Das Scoreboard zeigte einen ausgeglichenen Spielstand. Es war aber offensichtlich, dass das Heimteam heute stärker war. Vor allem in der Backslinie spürte man, dass die Überlegenheit nur noch ausgespielt werden muss. Das Passspiel funktionierte aber noch nicht perfekt, da die Bälle immer wieder zu hoch weitergespielt wurden. Dadurch verliert man nicht nur Speed, sondern stellt seinen Körper in gestreckter Haltung auch als perfekte Zielscheibe für den tackelnden Gegenspieler zur Verfügung. 

Dann war aber wieder Humphreys "o'Clock". Einen fallen gelassenen Ball nahm er vom Boden auf und setzte erneut zum Angriff an. Auf engstem Raum durchbrach er die gesamte Tessiner Abwehrreihe. Ein weiterer Geniestreich vom überragenden Inside Center der Golden Balls.

 

Es war nun generell eine ganz starke Phase der gelb-schwarzen. Die Forwards trugen ihre Angriffe mit viel Power vor, sicherten die Rucks konsequent und sicher. Scrumhalf und somit 

Ballverteiler Hess konnte so mit viel Ruhe und Sicherheit agieren. Er behielt die Übersicht und fällte Entscheide nicht überhastet, sondern überlegt. 

Auch das Passspiel der Backslinie wurde besser, immer wieder konnten die Bälle schnell und kontrolliert bis auf die Flügel gespielt werden. Die Zusammenarbeit zwischen Forwards 

und Backs war hervorragend, viele Meter konnten gewonnen werden. Für den Gegner ermüdend und auch moralisch anstrengend. 

 

Es folgte ein gut vorgetragener Angriff über die rechte Seite. Wieder konnte der Ball schnell über die Linie gespielt werden. Outside Center Sieber hatte neben sich Mitspieler, vor sich Gegenspieler. Geplant war, den entscheidenden Pass kurz vor dem Tackling des Gegenspielers auf den mitspielenden Flügel zu spielen. Da sich die Verteidiger aber zu weit nach 

aussen bewegten, entschied er sich nach innen zu ziehen. Dies funktionierte und es durfte über einen weiteren Schaffhauser Versuch gejubelt werden.

 

In der Folge wurde das Spiel ruppiger, immer wieder gab es Rudelbildungen, Schiedsrichter Entscheidungen wurden kritisiert und die Ruhe ging verloren. 

Die Südschweizer Gäste nutzten dies gnadenlos aus und kamen ihrerseits wieder zu Punkten.

 

Die Pausenansprache der Coaches war relativ simpel gehalten. Die Leistung war sehr gut, aber es galt nun die unnötigen Fehler abzustellen. Trotzdem gelang es dem Gegner, das Spiel auszugleichen, die Nerven flatterten vor allem bei den zahlreichen Zuschauern ausserhalb des Feldes. Die eigentlich drückende Überlegenheit konnte nicht ausgenutzt werden. 

 

Es folgte ein Angriff über die linke Seite, Humphreys, der inzwischen auf die Flügelposition gewechselt hatte konnte einmal mehr viele Meter gut machen .Im letzten Moment gestoppt, gelangte der Ball zu Wanner "the Bulldozer". Nur noch wenige Meter trennten ihn von der Versuchslinie und auf diesen schob er die Gegner ganz einfach in gewohnter Bulldozer Manier auf die Seite. Die erneute Führung war perfekt. 

 

Nun schlug die Stunde von Scrumhalf Hess. Eine unübersichtliche Rucksituation, kontrollierte Anspielmöglichkeiten Mangelware, was tun? Sich doch einfach wieselflink durch die 

Gegner schlängeln. Mit sehr viel Spielintelligenz und Geschick gelang Hess der Ausbau der Schaffhauser Führung. Aber er hatte noch nicht genug. Auf der rechten Angriffsseite 

forderten die Coaches und Mitspieler Hess auf, den Ball zu spielen oder nach unten zu gehen, um aus gesichertem Ruck weiterzuspielen. Hess wusste es besser und überraschte alle 

mit einer weiteren Finte, sehenswert und erfolgreich legte er einen weiteren Versuch. 

Der Bann war jetzt endgültig gebrochen, dieser Sieg ist den Munotstädtern nicht mehr zu nehmen. Einer aber hatte noch nicht genug, Humphreys entschied sich, seinen persönlichen 

Glanzauftritt mit einem dritten Versuch, dem Hattrick abzuschliessen.

 

Was für ein super Nachmittag, was für ein phänomenaler Sieg. Das ganze Team trug seinen Teil zum Sieg bei, jeder ging für den anderen und die Zuschauer bedankten sich mit einem tosenden Applaus für den tollen Auftritt.

 

Endresultat: 41:17

Man of the match: Humphreys

Tackle of the day: Pinto

Try: Humphreys [3], Hess [2], Wanner [1], Sieber [1]

Conversions: Lemme [2], Pinto [1]

 

 

Team Schaffhausen:

1 Ehrat Tobias

2 Gaille Simon

3 Gruber Martin

4 Kradolfer Jan

5 Van de Velde Alexander

6 Kradolfer Steve

7 Wanner Simon

8 Eichenberger David

9 Hess Kevin

10 Pinto Gaetano

11 Studer Cedric

12 Humphreys Joe

13 Sieber Sebastian

14 Bucher Roger

15 Häggi Leo

16 Ortiz Janiel

17 Henggeler Silvan

18 Schmid Markus

19 Schneckenburger Andreas

20 Knapp Hannes

21 Lemme Patrick

22 Schwendener Fabian

23 Künzli Raphael 


08.04.2018 | St. Gallen - Schaffhausen

 

Für die erste Partie der Rückrunde durfte man gespannt sein auf den Auftritt der Golden Balls. Viel wurde in die Vorbereitung investiert. Bereits ab Januar arbeitete das Team mit teils 3 wöchentlichen Trainingseinheiten an Kraft, Fitness und Technik. 

 

Viele neue Spieler wurden ins Team integriert und konnten am Heimturnier vor 3 Wochen bereits wertvolle Erfahrungen sammeln. So waren die letzten Trainings sehr gut besucht. Regelmässig konnte das Team mit mehr als 20 Spielern endlich die Einheiten trainieren, welche für die Spiele elementär sind, bisher aber wegen Spielermangel vernachlässigt wurden.

 

Der Gegner aus St. Gallen hat in den letzten 2 Spielen keine geringeren, als die beiden Tabellen vordersten bezwungen. Man musste sich aus Schaffhauser Sicht auf ein intensives Spiel einstellen.

 

Die Startminuten waren überhaupt nicht nach dem Geschmack der Munotstädter. Als hätte man alles vorgenommene vergessen, wurden dem Heimteam 2 schnelle und zu einfache Versuche ermöglicht. Nichtsdestotrotz blieb man untereinander positiv, es wurde vom leider "üblichen" Startschlaf gesprochen.

 

Zunehmend kamen die Golden Balls besser ins Spiel. Vor allem die notwendige kontrollierte Agressivität kam auf. Tackles wurden genau nach den Vorgaben der Coaches durchgeführt. Der Gegner wurde nicht nur gestoppt, sondern (innerhalb des Regelwerks) den Clubfarben des Gegners entsprechend, dem grünen Untergrund auf schnelle, harte Art und Weise näher gebracht. Erfolgreich umgesetzt bewirkt dies, dass sich der hart Gestoppte in der nächsten Szene zweimal überlegt, ob er nochmal auf den betreffenden Spieler losrennt und so unsicherer wird. Genau das war die Absicht der Schaffhauser. Die St. Galler legen Wert auf ein kontrolliertes, schnelles Passspiel und dieses galt es so effektiv wie möglich zu stören. 

 

Offensiv gelangen lange keine guten Vorstösse. In der Backslinie stimmte die Abstimmung noch nicht, individuelle Fehler schlichen sich ein, falsche Entscheidungen wurden gefällt. So verlor man den gewonnen Raum immer wieder unnötig schnell. Im weiteren Fortverlauf des Spiels sah man aber eine enorme Steigerung. Plötzlich lief der Ball. Forwards machten mit starken Angriffen viele Meter und Raum. Konsequent sicherten sie die Rucks.

Erwähnenswert ist das sehr starke Scrum Spiel der Schaffhauser Forwards. Es konnten nicht nur die eigenen dominiert werden, auch gelang es einige Bälle der St. Galler zu hakeln. 

Der anschliessende Pass in die Linie wurde geschickt bis zum Flügelspieler weitergegeben. 

 

Es war eine Frage der Zeit, bis die Gäste dafür belohnt würden. 

Die Backs spielten einen zurück gewonnen Ball geschickt auf die linke Seite. Dort waren die St. Galler nicht mehr in der Lage auf den schnellen Angriff zu reagieren. Es war Humphreys, der sich mit viel Energie und Geschick durch die letzten Gegenspieler tankte und den verdienten Versuch legte. 

 

In der Folge setzten sich die Schaffhauser weiter in der gegnerischen Hälfte fest. Jeder ging für jeden, eingewechselte Spieler integrierten sich sofort ins Team. 

 

Leider konnten nicht alle mitgereisten Spieler auf Grund von Lizenzverzögerungen oder Verletzungen eingesetzt werden. Trotzdem waren die unglücklichen Spieler mit Leib und Seele beim Team und unterstützten es von aussen. 

 

Ein weiterer guter Angriff der Backslinie wurde auf Grund eines umstrittenen Vorwärtspass abgepfiffen. Dies tat der grossen Spiellust der ganzen Mannschaft keinen Abbruch. Konsequent arbeitete man sich immer wieder vor die gegnerische Trylinie. In der letzten Aktion aber wollte der entscheidende Abschluss nicht mehr gelingen.

Dazu kam, dass das Heimteam jede noch so kleine Unachtsamkeit in der Schaffhauser Hintermannschaft konsequent ausnutzte.

 

In der Endabrechnung steht leider eine weitere Niederlage für die gut kämpfenden Schaffhauser. Trotzdem waren sich Coaches, Captain, sowie jeder einzelne Spieler einig, dass ein grosser Schritt nach vorne gemacht werden konnte. Durch weiterhin konsequente Arbeit, viel Einsatz und Fleiss in den Trainings, versprechen die weiteren Spiele definitiv Erfolgserlebnisse.

 

 

Endresultat: 33:5

Man of the match: Piotr Allaf

Try: Humphreys

 

1 EHRAT Tobias
2 GAILE Simon

3 GRUBER Martin

4 KRADOLFER Jan

5 ALLAF Piotr

6 KRADOLFER Steve

7 WANNER Simon

8 EICHENBERGER David

9 HESS Kevin

10 PINTO Gaetano

11 BUCHER Roger

12 HUMPHREYS Joe

13 SIEBER Sebastian

14 STUDER Cedric

15 HÄGGI Leo

16 SIEGENTHALER Roger

17 STRUB Dimitri

18 ORTIZ Janiel

19 VAN DE VELDE Alexander

20 SCHNECKENBURGER Andreas

21 GASSER Jonas

22 ZORLA Jakob

23 SCHWENDENER Fabian


17.03.2018 | Erfolgreiches 5 Nationen Rugby Turnier in Schaffhausen

 

Am vergangen Samstag lud der Rugby Club Schaffhausen zum mittlerweile etablierten und traditionellen Golden Balls Cup. 

Nicht weniger als 8 Teams meldeten sich an, wodurch sich für Gruppeneinteiler und Kapitän Kradolfer eine interessante Aufgabe bot. Da das Heimteam aktuell auf ein grosses Kader zurückgreifen kann, entschied man sich für zwei Schaffhauser Teams. Dies ermöglichte vor allem den vielen neuen Spielern wertvolle Spielpraxis, bevor es dann in 3 Wochen mit der Saison Rückrunde los geht. Die gemeldeteten Gastteams kamen aus nicht weniger als 5 verschiedenen Ländern angereist. Besonders hervorzuheben sogar eines aus dem Rugby Geburtsland England. 

 

Das Wetter spielte im Gegensatz zum Vorjahr, als man das Turnier kurzfristig absagen musste, mit. Bis zum Finalspiel blieb es zwar kalt, aber trocken. Aufwärmen konnte man sich in diesem Jahr bei einer feinen Chässchnitte. Einmal mehr verköstigten Céline und ihr Team die Zuschauer an ihrem Food Trailer.

 

Mit grosser Spannung fieberten Team, Coaches und auch Fans dem ersten Spiel entgegen. Bereits das Startspiel hiess Schaffhausen 1 gegen das Gastteam aus England. Nach hartem Kampf und guter Gegenwehr der Gastgeber gelang der Mannschaft aus der Nähe von London doch noch der erste und entscheidende Versuch. Trotzdem war man mit dem gezeigten zufrieden, konnte doch die Spannung über das gesamte Spiel hochgehalten werden. Beiden Schaffhauser Teams gelang an diesem Tag je ein Sieg. Im Vordergrund stand heute aber definitiv der Spass und die Anfangs erwähnte Spielpraxis.

 

Die neuen Spieler zeigten allesamt eindrückliche Leistungen. Mit grosser Motivation halfen sie den Schaffhauser Teams tatkräftig. Bereits zwei Versuche im ersten Spiel gelangen 

Neuling Schwendener, was für ein Einstand. Für die kommende Rückrunde darf man sich bei so viel neuer Power gleich noch mehr freuen. Leider erwischte es einen relativ neuen Spieler nach grossem Einsatz unglücklich mit einer Schlüsselbein Verletzung. Wir wünschen Gerdener an dieser Stelle gute Besserung.

 

Es ging hart zur Sache auf dem Schweizersbild Rasen, die Zuschauer erfreuten sich bester Unterhaltung. Der Vorjahresgewinner aus Vorarlberg zeigte auch dieses Jahr eine beeindruckende Vorstellung. Mit nicht weniger als 5 Siegen verteidigten sie den letzten Titel erfolgreich und durften so den Pokal gleich wieder mit nach Österreich nehmen. 

Das Gastteam aus Uri trat mit etwas knappem Kader an und hätte nach einem verletzungsbedingten Ausfall eines Spielers in Unterzahl weiterspielen müssen. Es blieb aber beim hätte, halfen doch kurzfristig einige Spieler aus Luzern aus. Eine tolle Geste, die man am Abend mit einer speziellen Anerkennung honorierte. 

 

Zusätzlich fand am Vormittag auch ein Junioren Anlass statt. Diverse Gastteams und natürlich die hoch motivierten Schaffhauser spielten zuerst einige Trainingseinheiten und danach ein Spiel. Die jungen Wilden gingen sehr engagiert ans Werk und zeigten den Erwachsenen, dass sie schon bald in deren Fussstapfen treten möchten.

 

Somit durfte man aus Schaffhauser Sicht von einem durchweg positiven Anlass sprechen. Ein tolles Feedback gab es nach dem Turnier von den Engländern. Man habe nicht 

erwartet, dass in der Schweiz wirkliches Rugby gespielt werden kann. Diese Ansicht wurde an diesem Tag definitiv wiederlegt und bereits die erneute Teilnahme in einem Jahr 

angekündigt. 

 

Resultate:

Golden Balls: Battersea Ironsides 0:5

Rugby Würenlos : Rugby Freiburg 0:12

Rugby Üri: Rugby Konstanz  0:26

Golden Balls 2:  Rugby Vorarlberg 0:29

Rugby Üri: Rugby Liechtenstein 0:29

Golden Balls 2: Rugby Würenlos 5-31

Golden Balls: Rugby Konstanz 5:22

Golden Balls 2: Rugby Luzern 5:15

Battersea Ironsides: Rugby Üri 35:0

Rugby Würenlos : Rugby Luzern 0:28

Golden Balls: Rugby Üri 43:0

Rugby Luzern: Rugby Vorarlberg 7:24

Golden Balls: Rugby Liechtenstein 5:29

Rugby Luzern: Rugby Freiburg 7:0

Battersea Ironsides: Rugby Liechtenstein 14:28

Rugby Würenlos Rugby: Vorarlberg 0:49

Rugby Liechtenstein: Rugby Konstanz 20:10

Rugby Vorarlberg: Rugby Freiburg 20:0

Battersea Ironsides: Rugby Konstanz 14:0

Golden Balls 2: Rugby Freiburg 0:49

Sieger Holzlöffelfinale: Golden Balls 2

Sieger Finale: Rugby Vorarlberg

 

Turniersieger: Rugby Vorarlberg 

 

 

Spieler Schaffhausen Golden Balls 1 und 2: 

  

Tobias Ehrat

Alex Van de Velde

Simon Gaille

Dimitri Strub

Martin Gruber

Markus Schmid

Jan Kradolfer

Michel Gerdener

Roger Siegenthaler

Kevin Hess

Roger Bucher

Gaetano Pinto

Patrick Lemme

Steve Kradolfer

David Eichenberger

Joe Humphreys

Hannes Knapp

Sebastian Sieber

Reto Ledergerber

Andreas Schneckenburger

Jakob Zorla

Cedric Studer

Leo Häggi

Joep Dukel

Janiel Ortiz

Julien Hillepold

Fabian Schwendener


11.11.2017 | Luzern - Schaffhausen

 

Für das letzte Spiel der Vorrunde gegen den Tabellenzweiten und NLB Absteiger Luzern - mussten die Schaffhauser alle, noch irgendwie verfügbaren, Spieler rekrutieren. Auf Grund von Verletzungen und sonstigen Abwesenheiten waren dies aber gerade noch 13 Mann. Entsprechend verhalten war der Optimismus im Team. Man hatte sogar das Gefühl, jeder sehnte sich schon bei der Hinfahrt nach der Rückfahrt in die Heimat. 

 

Auch die Aufwärmphase machte nicht den Eindruck, als ob man den Innerschweizern heute Paroli bieten kann. Die Luzerner hingegen konnten ihrerseits aus den Vollen schöpfen und zählten mehr als 20 Spieler, also reichlich Auswechselspieler. Captain Kradolfer klärte kurz vor dem Spiel, ob sich Luzern bereit erklärt, ihr Startteam auch auf zumindest nur 14, anstelle 15 Spieler zu reduzieren. Jedoch wollten diese zuerst die erste Halbzeit abwarten und in der Pause je nach Spielverlauf ihr Team reduzieren. 

 

Kradolfer nahm dies mit einem grinsenden Nicken zur Kenntnis und übertrug dieses schelmische Grinsen auf sein ganzes Team. Das Spiel ging bei Wind und Regen los. Was dem Heimteam dann aber entgegen blies, war nicht mehr nur ein bisschen Wind. Das war schon eher ein schwarz gelber Powersturm. Die Luzerner Ballträger wurden reihenweise weggefegt. Sie wurden nicht nur einfach gestoppt, nein, sie wurden eher in den Boden gerammt. 

 

Die von Coaches Zeindler und Wragg geforderte Aggressivität war heute definitiv zurück. Rückkehrer Wanner war bei mehreren Phasen,zugleich als Tackler und Ruck-Kämpfer im Einsatz. Studer mit seinem für Rugbyverhältnisse eher leichten Körpergewicht bewies eindrücklich, dass dies rein gar nichts zu bedeuten hat. Jeden Luzerner, der sich auch nur in seine Nähe wagte, hob er zuerst etwas an und rammte ihn mit viel Power ins feuchte Grün, alles im fairen Rahmen wohlbemerkt. 

 

Man müsste nun das ganze Team, mit allen 13 "Kriegern" in Einzelkritik über dessen hervorragende Tackeltechnik und Leistung beschreiben. Denn jeder Einzelne kämpfte vorbildlich für den anderen und fürs ganze Team. Es gab heute keine Backs- oder Forwards-Linie, nein es gab eine Schaffhauser-Linie und diese arbeitete perfekt zusammen. Defensiv machte man bei jedem Angriff enormen Druck auf den Gegner, was diesen zu gefühlten 20 knock-ons allein in der ersten Halbzeit zwang. 

 

Der gegnerische Coach tobte und stampfte immer nervöser auf und ab. Offensiv führten die Schaffhauser genau das aus, was man im Training sehr oft geübt hat, bisher aber selten zufriedenstellend im Spiel ausgeführt wurde. 

Mehrere Phasen über die Forwards zu spielen und dabei möglichst viele gegnerische Defensivspieler zu binden. Im richtigen Moment wurde der Ball auf die Backslinie gespielt und diese liess den Ball sehr schnell und sicher auf die Flügelspieler gleiten. Trotz schwierigen, feuchten Bedingungen, war das Ballhandling sicher, kontrolliert und überlegt. In den ersten 20 Minuten gelangen den Schaffhausern eindrückliche 6 oder 7 Bälle über die ganze Linie auf die Flügelspieler zu spielen, was wohl die beste Quote seit sehr langer Zeit ist. Und dies mit 13 Mann, also sowohl bei den Forwards als auch bei den Backs spielte man mit einem Spieler weniger, als das Heimteam! 

 

Durch die guten Offensivaktionen folgten immer wieder Penalties, denn die Schaffhauser Runner waren in dieser Phase oft nur mit unfairen Mitteln zu stoppen. Die aus den Penalties resultierenden Kicks aufs Tor verfehlten das Ziel anfangs ganz knapp. Doch anstelle sich aus dem Konzept bringen zu lassen, blieben die Golden Balls ruhig und spielten ganz einfach unwiderstehlich weiter. Und so kam es auch kurz vor der Pause nochmal zu einer Penaltychance. Dieses Mal legte sich Häggi den Ball und verwertete souverän. Die Schaffhauser Fans, welche schon das ganze Spiel auf und ab sprangen freuten sich mit dem ganzen Team ausgiebig über die Führung. Der Ref pfiff zur Pause und das Scoreboard zeigte, wohlbemerkt absolut verdient, 3:0 für Schaffhausen an!

 

In der Pause musste nicht wirklich kritisiert, sondern eher auf die Euphoriebremse getreten werden. Es war eine Klasse Halbzeit und man sah, was trotz nummerisch doppelter Unterzahl in diesem Team steckt. So hiess es: konsequent weiterspielen. Luzern entschied sich auch in der zweiten Häfte, in Überzahl, mit 15 Mann zu spielen. Doch auch dafür hatten die Golden Balls nur ein müdes Lächeln übrig. 

 

Schaffhausen powerte weiter, sicherte die Rucks konsequent, tackelte hart und effektiv. Luzern seinerseits wechselte immer wieder Spieler ein und aus, um endlich ins Spiel zu finden. Dies gelang mit Fortlauf der Partie verständlicherweise etwas besser, da sich bei den Schaffhausern zunehmend die Strapazen der anstrengenden Partie bemerkbar machten. So gelang Luzern nach etwa der Hälfte der zweiten Halbzeit ein erster Versuch. 

 

Die Hausherren riefen sich zu, Schaffhausen nun endlich gebrochen zu haben. Das breite Grinsen in den Schaffhauser Gesichtern wurde dadurch noch etwas breiter! Weiter wurde stark dagegen gehalten und wortwörtlich bis zum Umfallen gekämpft. Mit einigen Einwechslungen, gelang es Luzern nun aber doch, die doppelte Überzahl in der Linie mit weiteren Versuchen auszunutzen. Die Gäste aus der Munotstadt gaben aber nie auf und lagen sich trotz der Niederlage erschöpft, zufrieden und stolz in den Armen. 

 

Nicht immer ist der Sieger auf dem Papier, auch der wahre Sieger der Partie. Dies bekam man zudem von einigen Zuschauern des Heimteams bestätigt, die etwas verwirrt fragten, ob Schaffhausen nicht zu wenig Spieler hatte und ob dies nicht unfair wäre?! Da war es wieder und blieb auch auf der feucht fröhlichen Heimfahrt, das breite Schaffhauser Grinsen genügte als Antwort.

 

Endresultat: 24:3

Man of the match: Studer

Penalties: Humphreys 0/2, Häggi 1/1

 

1 Ehrat

2 Strub

3 Gruber

4 Kradolfer

5 Hillepold

6 Wanner

8 Van de Velde

9 Bucher

10 Humphreys

12 Schneckenburger

13 Hess

14 Studer

15 Häggi

Fehlend 7 & 11 

 

Bericht: Sieber


28.10.2017 | Ticino - Schaffhausen

 

Nach den guten Ansätzen vom letzten Heimspiel gegen Würenlos reiste man mit viel Motivation und Selbstvertrauen ins Tessin. Auch das Teamsheet machte mit 2 Auswechselspielern wieder mehr Freude. Dass die Zielsetzung gegen den Tabellennachbarn anders aussehen musste, als gegen Würenlos, war jedem klar. 

 

Heute bot sich eine gute Chance die ersten Saisonpunkte ins Trockene zu bringen. Deshalb war auch die Ansprache von Coach Zeindler sehr siegeshungrig. Wenn man den viel besprochenen und trainierten Spielplan umsetzt (primär Versuche über die Flügelspieler), dann geht man heute als Sieger vom Platz. Natürlich ist dafür auch eine konzentrierte und bedingungslose Defensive notwendig. 

 

In den vergangenen Spielen vermisste man die Aggressivität ein wenig, natürlich nicht auf unfaire Weise. Aber im Rugbysport ist eine kontrollierte Aggressivität Bedingung, um den harten Anforderungen vor allem in den Kontaktsituationen gerecht zu werden. 

 

Der erste Angriff zeigte aber auf, dass die Südschweizer ebenfalls hoch motiviert waren, die Punkte in der Sonnenstube der Schweiz zu halten. Ihr "Flyhalf" sprintete gefährlich auf die Schaffhauser Defensive los und konnte erst nach vielen Metern gestoppt werden. 

 

Schaffhausen hielt zwar in der Folge körperlich gut dagegen, aber immer wenn die Situation offensiv vielversprechend aussah, schlich sich ein unnötiger Fehler ein. 

 

Line outs konnten, da zu wenig trainiert, praktisch nie gewonnen werden. Zudem wurden vor allem Ruck Verstösse oder knock ons, teils auf Grund von ungenauen Zuspielen, wie auch einige zu hoch angesetzte Tackels vom Referee abgepfiffen. Diese zogen Penaltys nach sich, welche jeweils souverän vom Gastgeber verwertet wurden. 

 

Die Gäste aus der Munotstadt wurden dann ihrerseits endlich gefährlicher und waren nur regelwidrig zu stoppen. Penalty für Schaffhauswen. Fullback Häggi legte sich den Ball und traf das Tor ohne Probleme. Dies gab zwar moralischen Aufschwung, aber die hohe Fehlerquote konnte dennoch nicht abgestellt werden. 

 

Als die Tessiner eine gelbe Karte kassierten, was 10 min Spielausschluss bedeutetet, witterten die Golden Balls wieder eine Chance. Und prompt reagierte Hess nach einer Ruck Situation schnell und richtig. Die linke Angriffsseite wurde vom Heimteam sträflich vernachlässigt, was Hess glänzend ausnutzte um den ersten Versuch zu legen. 

 

Das Momentum war auf Schaffhauser Seite, der Tessiner Coach schrie seinen Ärger dermassen laut heraus, dass man den Kopfschutz kurzzeitig als Gehörschutz nutzen musste. Wieder griffen die gelb schwarzen vielversprechend an, aber es gelang leider nicht mehr, weitere Punkte herauszuspielen. 

 

Der Schluss entsprach dann überhaupt nicht mehr den Möglichkeiten und Vorstellungen der Golden Balls. Mehrere Angriffe rollten über die nicht mehr standhafte Linie und weitere Penaltys machten das Leben zusätzlich schwer. Man konnte nur noch reagieren und nicht mehr agieren und so konnte eine unnötig hohe Niederlage nicht verhindert werden. 

 

Heute wäre definitiv mehr möglich gewesen, aber dazu hätte es von der ganzen Mannschaft mindestens einen Tick mehr Effektivität, Disziplin und Cleverness benötigt. Aufstehen, Krone richten, am kommenden Samstag kommt ein weiteres schlagbares Team aus Biel nach Schaffhausen.

 

Endresultat: 40:10

Try: Hess

Penalty: 1/1 Häggi

Conversion 1/1 Häggi

Man of the match: Humphreys

 

Team Schaffhausen: 

1 Ehrat

2 Strub

3 Gruber

4 Kradolfer

5 Allaf

6 Bucher

7 Schmid

8 Van de Velde

9 Harris

10 Hess

11 Humphreys

12 Sieber

13 Gasser

14 Schneckenburger

15 Häggi

16 Studer

17 Gerdener

 

Bericht: Sieber


21.10.2017 | Schaffhausen - Würenlos

 

Die Vorzeichen für das Heimspiel gegen Würenlos hätten schlechter nicht sein können. Im Training verletzte sich ein weiterer Stammspieler unglücklich und wird längere Zeit ausfallen.Die Trainingspräsenz war generell ungenügend, was an verschiedenen Faktoren wie Ferien, Auslandsaufenthalten und der erwähnten Verletzungshexe lag. Selbst einen Tag vor dem Spiel war ungewiss, ob ein volles Teamsheet vorgewiesen werden kann. Um doch noch mit 15 Mann aufzulaufen rekrutierte man einen "Frühpensionierten". Weber erklärte sich bereit, trotz langer Trainings- und Spielabwesenheit nochmal ins Rugby Geschehen einzugreifen. Hillepolds Rückkehr nach 3 Jahren Abwesenheit fand letzte Woche im Training statt. Er zeigte sich sofort bereit am Spiel teilzunehmen. Somit konnte man letztlich ein zwar stark dezimiertes, aber immerhin vollständiges Team präsentieren. 

 

Als wäre das noch nicht genug, hiess der Gegner ausgerechnet Würenlos. Das Team, welches kürzlich den NLB Absteiger bezwingen konnte und nach sonst allesamt sehr deutlichen Siegen von der Tabellenspitze grüsst. Es sprach alles für einen weiteren deutlichen Würenlos Sieg. Coach Zeindler forderte daher nicht unbedingt einen Sieg, aber dafür möglichst viele Bälle auf die Flügelspieler, harte, erfolgreiche Tackles und eine geschlossene und kompakte Linie. 

 

Das Spiel begann und man staunte vor allem aus Gästesicht nicht schlecht. Die Golden Balls machten ihrem Namen alle Ehre und zeigten eine gute Anfangsphase. Zwar geriet man immer wieder unter Druck, konnte aber seinerseits auch mit einem jeweils schnellen Aufrücken in der Defensive dem Gegner zeigen, dass es heute kein Spaziergang in Schaffhausen wird. Und siehe da, der scheinbar übermächtige Gegner machte seinerseits immer wieder Fehler. Bälle wurden fallen gelassen, oft auch nach vorne, was immer wieder Scrums nach sich zog. Auch in diesen waren die Schaffhauser überraschenderweise nicht chancenlos. Neuhooker Strub, der erst im letzten Training vor dem Spiel mehr schlecht als recht auf seine neue Aufgabe vorbereitet werden konnte, machte seine Aufgabe zusammen mit den anderen Forwards wirklich gut. 

 

Der anfangs erwähnte Weber überraschte ebenfalls sehr positiv. Nachdem er sein erstes Tackle noch etwas unglücklich verpasste, entpuppte er sich danach als wahre Tacklemaschine. Alles und jeden, der sich ihm mit dem Ball näherte smashte er entweder auf den Boden oder gleich ins Seitenaus. Auch Scrumhalf Harris sagte zwar immer wieder, dass er konditionell angeschlagen ist, aber immer kurz danach zeigte er ein noch stärkeres Tackle, als das vorherige. Ebenfalls eine sehr gute Leistung zeigte Hillepold. Den vielen schnellen und massiven Würenloser Runnern stellte er sich nicht nur in den Weg, sondern rannte diesen sobald möglich entgegen und man hatte das Gefühl, dass er sehr viel Spass daran hatte. Neu Center Gasser, der auch länger kein Spiel mehr bestritten hatte, integrierte sich bestens in die Linie und zeigte ebenfalls einige starke Offensivaktionen mit guten Runs und Passspielen. 

 

Generell hatte man als Spieler und Zuschauer das Gefühl, dass es heute, trotz hartem Spiel sehr viel Spass machte Rugby zu spielen. In die erste Halbzeit ging man mit einem überraschend geringen Rückstand. Leider erlitt Ex Frühpensionär Weber kurz vor der Pause eine starke Nackenprellung. Wir wünschen auf diesem Weg gute Besserung, sind aber sicher, dass er schon bald wieder auf dem Feld anzutreffen ist. 

 

Somit trat man die restliche Spielzeit mit einem Mann weniger an. Die Gäste nutzten diesen zusätzlichen Raum erwartungsgemäss effektiv aus. Verständlicherweise kam je länger das Spiel dauerte auch langsam die Müdigkeit. Der Gegner hingegen wechselte fleissig Ersatzspieler ein und so waren die Schaffhauser nicht mehr in der Lage die doch sehr hohe Niederlage abzuwenden. Trotzdem gingen die Schaffhauser erhobenen Hauptes vom Platz. Sicherlich gibt es noch einiges Verbesserungspotential, aber man darf für das kommende Auswärtsspiel gegen Ticino optimistisch sein, endlich die ersten Saisonpunkte einzufahren. 

 

Endresultat: 0:74

Man of the match: Gasser

 

1 EHRAT

2 STRUB 

3 SPÄNI 

4 KRADOLFER

5 VAN DE VELDE 

6 BUCHER 

7 SCHMID 

8 HILLEPOLD 

9 HARRIS 

10 HESS 

11 WEBBER

12 SIEBER 

13 GASSER

14 SCHNECKENBURGER 

15 HÄGGI 

 

Bericht: Sieber

 


30.09.2017 | Schaffhausen - St. Gallen

 

Für das erste Heimspiel der Saison hatten sich die Golden Balls viel vorgenommen. Mit einem guten Gefühl betrat man das schöne Grün im Schweizersbild. 

 

In der vergangenen Trainingswoche hatte das Trainerduo um Zeindler und Wragg den Kontext voll auf die Defensive eingestellt. Nach der Startniederlage gegen Solothurn wollte man vor allem die Lücken in der Linie verhindern. Denn auch St. Gallen, die man aus einigen vergangenen Spielen gut kennt, hat schnelle, gefährliche Läufer, die vorhandene Löcher gnadenlos ausnutzen können. 

 

Einen denkbar schlechten Start konnte man aus Schaffhauser Sicht trotzdem nicht verhindern. Nach wenigen Minuten hatte man bereits 2 Versuche hinnehmen müssen. Zu schnell und geschickt hatten sich die St. Galler durch die Schaffhauser Defensive gespielt. Dies war auch weiterhin eine gut erkennbare Schwäche in der schwarz gelben Mannschaft. Immer einen Tick schneller und geschickter stellten sich die Gäste sowohl in der Offensive, als auch in der Defensive an.

 

Zwar gelang es Schaffhausen jeweils gut Meter zu machen, sei es durch Runs von Einzelspielern der Backs oder vor allem auch mit Pick and goes oder *Paketläufen* der Forwards. Was aber immer fehlte war der entscheidende Abschluss des Angriffs.St. Gallen verteidigte das Zentrum sehr geschickt und stark. Trotzdem versuchten es die Golden Balls immer wieder mit dem Kopf

durch die Wand, resp. eben durch dieses Zentrum. Anstelle den Ball möglichst schnell durch die Linie auf die Flügelspieler zu spielen, die dann mehr Platz gehabt hätten. Ausserdem hatte man heute das Gefühl, dass das Zusammenspiel zwischen Forwards und Backs nicht ideal funktionierte. Die jeweiligen "Abteilungen" funktionierten zwar untereinander nicht schlecht, aber ohne ein abstimmen Miteinander war der viele Aufwand leider ohne Lohn geblieben. 

 

Der Rugbysport ist ein Mannschaftssport der jeden im Team für den anderen enorm wichtig macht. Deshalb gilt es für die kommenden Spiele wieder besser zusammen zu arbeiten. Nicht vorwerfen kann man dem ganzen Team aber den unermüdlichen Einsatz. Bis zum Schluss kämpfte jeder bis zum Umfallen und trotz der hohen Niederlage blieb die ganze Mannschaft positiv untereinander. Kurz vor Schluss fasste sich Hess dann ein Herz. Er schnappte sich den Ball auf Höhe der Mittellinie und umkurvte unwiderstehlich die gesamte St. Galler Defensive. Den Ball legte er geschickt in der Mitte des Malfelds, um die anschliessende Conversion auf der Höhe, wo der Ball abgelegt wurde, einfacher zu machen. Häggi verwertete diese und so konnte man eine zu Null Niederlage erfolgreich abwenden. 

 

Endrusultat: 7:54

Team Schaffhausen: 1 Ehrat Tobias, 2 Gaile Simon, 3 Späni Fabian, 4 Kradolfer Jan, 5 Grueber Martin, 6 Kradolfer Steve, 8 Van de Velde Alexander, 9 Harris Gordon, 10 Hess Kevin, 11 Studer Cedric, 12 Sieber Sebastian, 13 Schneckenburger Andreas, 14 Bucher Roger, 15 Häggi Leo, 16 Strub Dimitri, 18 Zeindler Dominik

 

Try: Hess

Conversion: Häggi

Man of the Match: Gruber

 

Bericht: Sieber

 

23.09.2017 | Solothurn - Schaffhausen

Die Vorzeichen für die Hinrunde der neuen Saison standen nicht ideal. Diverse Stammspieler fehlen für die Hinrunde. Trotzdem ist der neue Headcoach, Zeindler, hoch motiviert und bestrebt, nicht über die Situation zu jammern, sondern mit den gegebenen Möglichkeiten darauf zu reagieren.

 

Für das erste Spiel lud mit Solothurn eine erfahrene Mannschaft mit einer bekanntlich guten, schnellen und gefährlichen Backslinie ein. Im Vorbereitungsspiel vor einer Woche in Konstanz kamen generell die Schwächen in der kompakten Linie zum Vorschein. Dies galt es heute möglichst zu verhindern, da Lücken bestimmt ausgenutzt würden. Zu erwähnen ist, dass die Backslinie praktisch komplett neu formiert wurde und noch wenig trainiert werden konnte. 

 

Der Start der Golden Balls verlief vielversprechend. Die starken Schaffhauser Forwards konnten sich sogleich in der gegnerischen Zone festsetzen und Druck ausüben. Der jeweilige Spielzug über die Backslinie funktionierte zwar noch nicht bis zum Try, aber es war keineswegs eine Solothurner Dominanz zu erkennen. Obwohl man davor gewarnt hatte, erspielte sich das Heimteam durch einen einfachen Kurzpass genau in den Lauf des heran sprintenden Center eine Lücke in der Schaffhauser Defensive. Die Vollendung zum ersten Versuch war nicht mehr zu verhindern. Kurz darauf wurde die Führung auf 10:0 erhöht. 

 

Die Golden Balls hatten sich im Vorfeld der Partie unter anderem vorgenommen, untereinander auch nach einem Rückstand ruhig und positiv zu bleiben. Genau das wurde auch gemacht und weitere schwarz gelbe Offensivaktionen folgten. Trat man das Spiel mit nur 16 Mann, bei 15 auf dem Platz an, war es umso beunruhigender, dass sich nach bereits 10min Spielzeit zwei Schaffhauser Flanker verletzten. Beide bissen aber vorerst auf die Zähne und kämpften soweit möglich durch.

 

Einer der lädierten war Wanner. Dass er ein Kämpfer ist, das weiss man. Dass er sich den Übernamen Bulldozer durch sensationelle Sololäufe durch gegnerische Abwehrreihen erspielt hat ebenfalls. Dass er aber in dem Zustand, praktisch nur noch auf einem Bein laufend, über den halben Platz donnern und einen Gegner nach dem anderen aus dem Weg räumen kann, war gleichzeitig unglaublich bewundernswert und andererseits enorm wichtig für die Punktetafel. Schaffhausen war also dran und natürlich auch moralisch bis in die Zehenspitzen positiv.

 

Und siehe da, bereits kurz später war es erneut der einmal mehr gross aufspielende Wanner, der einen über mehrere Phasen gespielten Angriff erfolgreich abschliessen konnte. Der Spielstand lautete unentschieden. Anmerkung am Rande, es konnten heute keine Kicks durchgeführt werden, da die Goal Pfosten auf Grund von Stadtauflagen noch nicht montiert werden konnten.

 

In der Pause lagen die Golden Balls dann knapp zurück. Ersatzcoach Siegenthaler und Captain J. Kradolfer lobten das gezeigte über weite Strecken: "Die kleinen Fehler ausmerzen und die Effizienz in der Offensive noch etwas steigern, so wird das Spiel einen positiven Ausgang nehmen". Mit Fortdauer des Spiels konnten die Schaffhauser aber nicht mehr an die erste Halbzeit anknüpfen. Die Müdigkeit machte sich mehr und mehr bemerkbar, war es doch ein intensives Spiel, welches viel Kraft kostete. Wechselspieler Strub zeigte dann noch einmal eindrücklich, dass er nicht gekommen war, um nur zuzuschauen. Jedem zu erreichbaren Ball jagte er nach, verlangte diesen auch vehement und schmiss sich mit viel Kraft und Energie in die Offensivaktionen. 

 

Am Ende konnte die Niederlage nicht mehr abgewendet werden, stimmt aber für den weiteren Saisonverlauf trotzdem positiv. Wo die Fehler zu suchen sind ist man sich bewusst und diese können durch konsequentes Training künftig verhindert werden. 

 

Endresultat: 35:10

Tries: 2 x Wanner

Man of the match: Van de Velde

Team Schaffhausen: 1 Ehrat, 2 Gaille, 3 Van de Velde, 4 Kradolfer J., 5 Kradolfer S., 6 Schmid, 7 Bucher, 8 Wanner, 9 Harris, 10 Hess, 11 Studer, 12 Sieber, 13 Schneckenburger, 14 Trahearn, 15 Häggi, 16 Strub

 

Bericht: Sieber


20.05.2017 | Schaffhausen - Yverdon

 

Am vergangenen Samstag empfingen die Golden Balls den bereits als Aufsteiger festehenden Rugbyclub aus Yverdon. Im Vorfeld wurde viel über den scheinbar unbezwingbaren Gegner diskutiert. Es wurde sogar gemunkelt, dass 2 Spieler des aktuellen Kaders eingekauft wurden. Trotzdem freute man sich aus Schaffhauser Sicht auf das Spiel und setzte sich zum Ziel, soviel Paroli wie möglich zu bieten. So wollte man den Welschen zeigen, dass man aus der Munotstadt keine Punkte geschenkt bekommt.

 

Kaum pfiff der Referee das Spiel an, schwärmten die Forwards des Heimteams aus und setzten die Gäste sogleich unter Druck. Bereits in der ersten Offensivaktion

konnte Interims Flyhalf Lemme sehr viele Meter gut machen. Erst kurz vor der Versuchslinie stoppten ihn die etwas erstaunten Defensivspieler aus Yverdon. 

 

Die ersten 15 Minuten des Spiels gehörten klar den Golden Balls. Nicht ein einziges mal konnte sich das Favoritenteam in dieser Zeit aus der eigenen Hälfte befreien. Nur kurz vor dem Ablegen den Balls konnten die Schaffhauser unglücklicherweise immer gestoppt werden.

 

Und wie es so ist: wenn man die eigenen Chancen nicht nutzt, dann rächt sich das oft. Eine Unachtsamkeit in der Defensive des Heimteams wurde gnadenlos ausgenutzt und brachte die Gäste in Führung. Kurz darauf hiess es 0:14 auf dem Scoreboard. 

 

Dass man mit dem Gegner mithalten kann, hat man in der Anfangsphase gesehen. Nach einer Penaltysituation nutzte Wanner blitzschnell den Vorteil aus und kickte den Ball in die Punktezone. In letzter Sekunde wurde der Ball jedoch von einem Yverdon Spieler geklärt. Wanner nervte sich über die vergebene Chance. Die dafür notwendige Energie sparte er sich aber für seine nächste starke Aktion auf. Nach einem gewonnenen Ruck nahe der Tryzone entschied sich Wanner für Pick & go, das heisst, Ball aufnehmen und losrennen. Und dass Wanner, auch bekannt als "the Bulldozer" für solche Situationen wie gemacht ist bewies er einmal mehr. Unaufhaltsam kämpfte er sich bis über die Linie und liess die Golden Balls über die ersten Punkte jubeln.

 

Man merkte nun zwar, dass die Schaffhauser weiter powern wollten. Allerdings gelang es nicht, die Linie immer wieder, auch nach der ersten und zweiten Phase des Gegners gut aufzustellen. Dadurch bekamen die Gäste viel Raum für Kombinationen und konnten so auch ihre Schnelligkeit ausspielen. Die Tackels waren oft zu hoch angesetzt und verhinderten dadurch, die Spieler erfolgreich zu stoppen.

 

Erwähnenswert ist aber trotzdem, dass das Heimteam jederzeit alles gab, kämpfte und keinen Ball freiwillig verloren gab. Sinnbildlich dafür eine Aktion von Fullback Studer. Ein Center Spieler aus Yverdon tankte sich durch die Abwehrreihe und wollte bereits den Ball über die Punktelinie legen. In letzter Sekunde schnellte Studer von der Seite in den Runner und durchkreuzte dessen Versuch. Zuschauer, Mitspieler und Coach spendeten begeistert Applaus. 

 

Der Rückstand in der Pause war deutlich. Coach Wragg war mit dem gezeigten zwar nicht unzufrieden, doch es lag viel mehr drin. Durch Unkonzentriertheiten vor allem im Tackling wurde der Gegner unnötig stark gemacht. 

 

In der zweiten Halbzeit gelang es den Golden Balls viel besser die Gäste von der Linie fernzuhalten. Der Kampf wurde angenommen und dies machte die gegnerischen Spieler mehr und mehr nervös. Nicklichkeiten fanden den Weg aufs Spielfeld und der Schiedsrichter war nicht zu beneiden. Immer wieder gab es Rudelbildungen, Diskussionen und Konfrontationen ausserhalb des Spiels.

 

Zum Schluss war es eine deutliche Niederlage, trotzdem verkaufte man die gelb schwarze Haut so teuer wie möglich. Yverdon wird nächste Saison eine Liga höher spielen und dies wohl auch zu Recht. Für die Schaffhauser gehts im Herbst in die neue Saison. Davor findet am 19. August das legendäre "4-Nationen" Golden Balls Turnier in Schaffhausen statt. 

 

Endresultat 5:56

Try: Wanner

Men of the Match: Bucher/Schmid 

Team Schaffhausen: Eichenberger, Gaile, Ehrat, Kradolfer J., Van de Velde, Wanner, Schmid, Gruber, Zeindler, Lemme, Bucher, Sieber, Knapp, Schneckenburger, Studer, Ledergerber, Strub, Standen

Coach: Wragg


30.04.2017 | Biel - Schaffhausen

 

Nach dem spannenden und guten Fight gegen Ticino, wollten die Schaffhauser Rugby Spieler an die Leistung anknüpfen. Vor allem offensiv sollte es gegen die schlechter platzierten Seeländer zum Punkte Maximum reichen. Dass dies aber kein einfaches Unterfangen wird, darauf wies man sich gegenseitig immer wieder hin. Biel hatte in den vergangenen Spielen immer auswärts gespielt und empfing die Schaffhauser ein erstes Mal daheim. Man konnte und musste also davon ausgehen, dass das Heimteam mit voller Mannschaftsstärke antreten wird.

 

In den ersten paar Minuten des Spiels wurde bereits deutlich, mit welch hoher Motivation die Bieler an den Ball gingen. Kaum angepfiffen, hatten die Golden Balls eine energische Einzelleistung der Bieler Nummer 8 nur mit Glück, ohne dessen Versuch, überstanden. Man war deutlich gewarnt. Trotzdem gelang es nicht, die nötige Konzentration gepaart mit gesunder Aggressivität aufs Grün zu bringen. Forwards unterstützten sich gegenseitig zu wenig, Backs kickten den Ball zu oft und zu gefährlich, anstelle den sicheren Kontakt auf sich zu nehmen. Dazu kamen immer wieder individuelle Fehler, wie Knock-ons, welche wertvolle Meter kosteten.

 

Die Seeländer Backs spielten ihre Schnelligkeit immer wieder mit weiten Kicks aus. Fullback Häggi war nicht um seine viele harte Arbeit zu beneiden. Eine Schlüsselposition, die Nummer 10 Pinto, bekam die Motivation des Heimteams in Form eines harten, an der Grenze des erlaubten, Tacklings zu spüren. Mit einer stark geprellten Rippe musste er das Spielfeld verletzt verlassen. 

 

Die Schaffhauser kamen in der ersten Halbzeit durch Kicker Lemme immerhin noch zu 3 Punkten durch einen Penalty. Trotzdem musste man mit einem Rückstand in die Pause. Coach Wragg war deutlich in seiner Ansprache. Mit dieser fehlenden Intensität dürfen die Golden Balls nicht weiterspielen, ansonsten erhält man hier eine Packung an Gegenpunkten. Jeder sei sich seiner Fähigkeiten bewusst, es gelte diese nur endlich auszuspielen.

 

Man sah es der Mimik der Gästespieler an, so einfach wird man sich nicht geschlagen geben. Endlich war mehr Pfeffer im Spiel, die Bieler merkten den Widerstand und gerieten mehr und mehr unter Druck. Mit einem bewundernswerten Energieschub zeigte Eichenberger seinem Team wie es funktioniert. Die gesamte Hintermannschaft der Bieler umkurvte er entweder oder rannte sie ganz einfach über den Haufen. Der erste Versuch war im trockenen. Die Schaffhauser witterten Morgenluft. Auch die Conversion konnte erfolgreich verwertet werden, womit man wieder voll im Spiel war. 

 

Es ging nun hin und her, das Spiel verlief relativ ausgeglichen. Einige Unkonzentriertheiten, in der Schaffhauser Defensive, kosteten aber weitere Punkte. Die Golden Balls kämpften sich jedoch sogleich zurück. In einer Ruck Situation kurz vor der Try Linie verlangte Second-row Spieler Kradolfer vehement den Ball. Er nutzte seine gesamte Körpergrösse inklusive Arm aus und legte den Ball mit viel Kraft und Energie über die Linie. Zum Schluss reichte es nicht mehr, den Sieg nach Hause mitzunehmen. Die Bieler feierten, während dessen sich die schwarz-gelben zur Spielanalyse versammelten. Das Auftreten in der zweiten Halbzeit war zwar bedeutend besser, konnte aber die schwache erste Halbzeit nicht ganz kompensieren. 

 

Resultat: 15:28

Tries: Eichenberger, Kradolfer

Conversions: Lemme 1/2

Penalty: Lemme 1/1

Man of the Match: Kradolfer

 

Team Schaffhausen: Eichenberger, Gaille, Gruber, Kradolfer, Siegenthaler, Wanner, Ehrat, van de Velde, Zeindler, Pinto, Bucher, Sieber, Lemme, Schneckenburger, Häggi, Ledergerber, Studer, Strub

 

Bericht: Sieber


22.04.2017 | Schaffhausen - Ticino

 

Fairplay ist ein grossgeschriebener Wert im Rugby. Diesen bewies der Rugby Club Schaffhausen im Heimspiel gegen Ticino. 14 Mann konnten die Männer südlich des Gotthard lediglich stellen. Um ein faires Spiel zu ermöglichen verzichteten die Golden Balls auf ihre Nummer 8. So traten im Schweizersbild 14 gegen 14 an.

 

Nach der kürzlichen Niederlage im Cupfight in der Nähe von Bellinzona, wollten die gelb-schwarzen vor heimischen Publikum Revanche nehmen.

 

Den Fans wurde ein wahrer Fight versprochen und dieser sollte auch geboten werden. Bereits nach wenigen Minuten starteten die Ticinesi mit einem Strafstoss und gingen 0:3 in Führung. Kaum wurde wieder angepfiffen preschten die Südschweizer durch die Backs der Schaffhauser Mannschaft, erzielten einen Try und verwandelten die Conversion auf 0:10. 

 

Jetzt hiess es Gas geben. Keine 10 Minuten später spielten die Backs einen energischen Angriff über die rechte Angriffsseite. Kurz vor der Linie konnten die Tessiner den Versuch noch verhindern. Schaffhausen bewahrte aber Ruhe und Konzentration. Sofort wurde der Ball gekonnt übers ganze Feld auf die andere Angriffsseite gespielt, bis sich Forward Gruber kraftvoll durch die Tessiner Defensive tankte. Er konnte mehrere Gegenspieler an sich binden. Früher hätte man in dieser Situation mit allen Mitteln versucht den Ball selbst über die Linie zu tragen. Die grossen Fortschritt im Schaffhauser Spiel zeigte sich aber genau hier. Überlegt und im richtigen Moment passte Gruber den Ball zum heransprintenden Bucher, der den Ball sicher über die Trylinie trug.

 

Die schwarz-gelben powerten weiter. Forwards preschten wieder mit energischen Angriffen nach vorne. Die getackelten Spieler konnten immer auf direkten Support zählen. Sobald die Tessiner mit mehr und mehr Abwehrspielern mit den Forwards beschäftigt waren spielte Scrumhalf Zeindler den Ball schön in die Backslinine. 

So generierte man eine Überzahl, welche durch Wanner mit einem weiteren Versuch vollendet werden konnte. Die anschliessende Erhöhung erledigte Kicker Lemme souverän.

 

Das Momentum war auf Schaffhauser Seite. Es folgte dann aber eine kleine Schwächephase, mit vor allem immer wieder verursachten Penalties. Das Heimteam ging mit einem 12:21 Rückstand in die Pause. Coach Wragg sprach viel Lob und Mut aus für die zweite Halbzeit.

 

Ticino kickte den Ball weit in die Schaffhauser Hälfte. Hätten sie vorher gewusst, was es für Konsequenzen hat, wenn dieser durch "The bulldozer" Wanner gefangen wird, hätten sie vermutlich noch etwas mehr Pausentee getrunken. Unwiderstehlich liess er einen Gegenspieler nach dem anderen stehen. Auch die Schaffhauser Support-Spieler konnten ihm nicht mehr folgen. So entschied er sich, den Try ganz einfach selbst zu machen. Was für eine Eigenleistung und was für ein Start in die zweite Halbzeit. Weitere 2 Punkte wurden durch Lemme gesichert.

 

Somit war Schaffhausen wieder voll im Spiel. Zusammen mit den begeisterten Zuschauern spürte man, jetzt ist Golden Balls time. Wieder wurde gepowert, Angriff um Angriff rollte über die Südschweizer. Nach einigen gespielten Phasen war es erneut Wanner, der sich den Ball packte. Und wieder scheiterten alle gegnerischen Abwehrversuch, ihn aufzuhalten. Bereits seinen dritten Versuch legte Wanner und krönte seine phantastische Leistung. Die anschliessende Conversion wurde auch verwertet.

 

Aber die Gäste gaben nicht auf, kämpften sich erneut zurück in die Partie und punkteten erneut mit einem Try. Nach einigen gespielten Phasen über Forwards und Backs, mit Richtungswechseln und viel Druck auf den Gegner zeigte sich einmal mehr die Genialität von Fullback Häggi. In einer Ruck Situation erkannte er die freie Blindside, also die Seite, welche näher zur Outlinie ist. Energisch verlangte er den Ball von Zeindler, ihm dicht auf den Fersen folgend sprintete Lemme mit. Im richtigen Moment erfolgte dann der Pass. Der Outside Center legte den Ball hinter die Linie. Trotz der für den Try beanspruchten Energie kickte Lemme auch die Conversion erfolgreich.

 

Nun wäre man sich sicher, dass der Sieg in Schaffhausen bleibt. So selbstsicher und überzeugend war man nach den vorausgehenden Offensiv Attacken. Leider aber gelang Ticino doch noch ein weiterer Versuch, trotz tapferer Abwehrleistung des Heimteams.

 

Zum Schluss konnte es nur ein gerechtes Ende des Spiels geben, was es im Rugby vor allem in dieser Höhe sehr selten gibt. Das Spiel endete Unentschieden 33:33. Unschlüssig, ob man darüber jubeln oder enttäuscht sein soll schritt man zu den Fans. Diese waren vom Spiel absolut begeistert und zufrieden. Die erschöpften Schaffhauser Spieler wurden gefeiert.

 

Tries: Bucher, 3 x Wanner, Lemme

Conversions: Lemme 4/5

Man of the match: Sieber

 

Team Schaffhausen: Eichenberger, Gaille, Ehrat, Kradolfer J., Gruber, Wanner, Knapp, Zeindler, Pinto, Bucher, Sieber, Lemme, Studer, Häggi, Van de Velde, Schneckenburger, Zorla, Strub, Weber

 

Bericht: Sieber


09.04.2017 | Würenlos - Schaffhausen

 

Nach dem überzeugenden Heimsieg gegen Haute-Broye ging es für die Schaffhuser Rugbyspieler am Sonntag nach Würenlos. Dass dies ein harter Brocken wird wusste man schon im Vorfeld, hatte man gegen diesen starken Gegner bereits einmal gespielt. Zudem ist Würenlos vor kurzem freiwillig aus der nächst höheren NLB abgestiegen, dies auf Grund von Personalproblemen, welche aber inzwischen behoben sind.

 

Bei der Besammlung wurde bekannt, dass Stammhakler Gaile für das Spiel krankheitshalber ausfiel. Diese Position beinhaltet sowohl das Einwerfen des Balles bei einem

Lineout, als auch das Hakeln in den Scrum Situationen. Einen Schlüsselspieler zu verlieren machte die Aufgabe natürlich nicht leichter. Trotzdem trat man die Fahrt mit gewohnt breiter Brust an.

 

Es gab als Ersatz für diese Position selbstverständlich nur eine Möglichkeit, Mr. Flexible himself, Henggeler in Person [ursprünglich aus Zug importiert]. Für seine neue Aufgabe wurde er kurz instruiert. Dann folgte auch schon der Anpfiff des Unparteiischen.

 

Bereits der erste Angriff der Aargauer hatte es in sich. Geschickt wurden mehr und mehr Schaffhauser in Verteidigungssituationen involviert. Just in dem Moment, als eine Seite der Linie nicht mehr vollständig stand, wurde der Ball dorthin gespielt und so eine Überzahl generiert. Die ersten Punkte gingen ans Heimteam.

 

Schaffhausen versuchte dagegen zu halten, gelang im Spiel selbst auch nicht schlecht. Schon bald konnte Kicker Lemme mit einem Penalty die ersten Punkte für Schaffhausen ins Trockene sichern. Auf Grund des anfangs genannten kurzfristigen Wechsels, auf der genannten Schlüsselposition, waren sowohl Line-outs, als 

auch Scrums in der ersten Hälfte sehr schwierig zu gewinnen. Würenlos nutzte diese Gelegenheiten gnadenlos aus. Nach gewonnenen Scrums wechselten diese sehr schnell

die Angriffsseite, spielten die Bälle schnell und präzise wie es im Rugby Lehrbuch steht auf einen Flügel und dieser legte Ball für Ball in die Punkte bringende Zone.

 

Man ging mit einem deutlichen Rückstand in die Pause. Coach Wragg hatte keine einfache Aufgabe, einerseits sah er die drückende Überlegenheit des Gegners, andererseits hatte er noch immer die Golden Balls vor sich. Also appellierte er an die Moral, nicht die Köpfe hängen zu lassen und das Spiel kampflos aus den Händen geben!

Zeitweise hatte man vor der Pause das Gefühl, dass man vor allem im Tackling nicht mit letzter Konsequenz und Entschlossenheit an den Mann ging. Dies musste sich in der zweiten Hälfte zwingend ändern.

 

Die Forderungen wurden erhört und über weite Strecken gut umgesetzt. Der Gegner wurde viel härter angegangen, machte selber Fehler und das Spiel verlief etwas ausgeglichener. Zu offensiven Aktionen kamen die gelb schwarzen aber weiter kaum. War doch der Druck des Gegners jeweils enorm. Die stehenden Bälle wurden jedoch auch auf Grund von Umstellungen im Scrum mehr und mehr gewonnen.

 

Zum Schluss fiel die Niederlage deutlich aus, aber die Schaffhauser müssen aus diesem Spiel lernen. Solche Gegner zeigen einem auf, wie man entscheidende Situationen schnell und schnörkellos erfolgreich spielen kann. Nach dem Osterwochenende geht es am 22.04 im Heimspiel gegen Rugby Ticino, dort stehen die Chancen auf einen Sieg wieder einiges besser.

 

Endresultat: 51:3

Man of the match: Silvan Henggeler

Penalties: Lemme 1/2

 

Team Schaffhausen: Eichenberger, Henggeler, Ehrat, Kradolfer J., Siegenthaler, Kradolfer S., Zorla, Wanner, Zeindler, Pinto, Knapp, Sieber, Lemme, Schneckenburger, Häggi, Strub, Studer 

 

Bericht: Sieber


01.04.2017 | Schaffhausen - Haute-Broye

 

Aufgrund der schmerzlichen Niederlage gegen St. Gallen waren die Golden Balls am vergangenen Samstag gegen Haute-Broye unter Zugzwang. Einerseits wollte man dem Publikum, sich selbst und den Coaches zeigen, dass es besser geht, andererseits hätte sich die Tabellensituation durch eine weitere Niederlage drastisch verschlechtert. 

 

Was also war zu tun? Sich selbst 100% fokussieren, die eigentlich gute neue Taktik besser umsetzen und die Effizienz verbessern. 

Die Startphase des Spiels war schlicht eine geballte Ladung "Golden Balls Power". Angriff für Angriff fegten die schwarz gelben über den Rasen. Forwards warfen sich in jeden Ruck, smashten die Gegner wie es von Coach Wragg gefordert wurde regelrecht weg. 

 

Geschickt wurden mehrere Phasen nacheinander gespielt, Forwards banden mit starken Vorstössen mehr und mehr gegnerische Spieler an sich. Der wichtige Pass auf die Backs erfolgte im richtigen Moment, so dass diese viel Raum zum Kombinieren hatten. Es war deshalb nicht verwunderlich, dass sich die Gäste immer wieder nur mit Regelverstössen helfen konnten. Die daraus resultierenden Penaltys verwertete Neukicker Lemme praktisch allesamt souverän, wodurch man schon bald eine 6:3 Führung auf dem Resultateboard anzeigen konnte.

 

Kurz vor der Pause erfolgte eine etwas kuriose und nicht weniger unglückliche Szene. Flyhalf Pinto wollte einen Ball unter Druck weit weg kicken. Der zwar etwas in die Jahre gekommene, aber nicht minder geschickte und schnelle gegnerische Flanker konnte den Ball in der Luft abfangen und sprintete zum Try. Trotz letzter Abwehrversuche durch Golden Balls Flanker Wanner, war der Versuch leider nicht mehr abzuwenden. Ein Raunen bei den vielen anwesenden Fans machte sich breit. Man ging trotz optischer Überlegenheit mit einem Rückstand in die Pause. 

 

Coach Wragg konnte nicht viel mehr sagen, als dass man genau so weiter spielen muss und auf diese Weise das Spiel am Schluss auch gewinnen würde. 

 

In den zweiten 40 Minuten ging es wieder mit viel Engagement und Disziplin weiter. Einen energischen Angriff von Forward Ehrat konnte Haute-Broye nur mite einem wiederholten zu hohen Tackle stoppen. Konsequenz, gelbe Karte, 10 min Spielausschluss und Überzahl für Schaffhausen. Wieder setzte man sich in der gegnerischen Hälfte fest und nach wenigen Minuten kam man bereits wieder zu einem Penalty Kick. 

 

Es gab etwas wilde Diskussionen: sollte man "kick for touch" um 5 Punkte spielen, oder für die 3 Punkte ins Tor kicken. Bei den 6-Nations Profis konnte man zuletzt immer wieder sehen, dass man aus solchen Situationen auf den Try spielen wollte, also nicht die ziemlich sicheren 3 Punkte mitnahm und so das Spiel am Ende noch verlor. 

 

So etwas wollten die Golden Balls natürlich nicht zum Vorbild nehmen und Kicker Lemme zirkelte den Ball geschickt in die 3 Punkte Glückseligkeit. Noch war man aber im Rückstand, was kein Nachlassen duldete. Konsequent musste weiter um Meter gearbeitet werden. Nach zwei guten Forwards-Attacken spielten die Backs den Ball schnell und effizient durch die Linie. Fullback Häggi zog von der Aussenlinie geschickt nach innen und erreichte die Try Linie. Mit vereinten Kräften legte er, zusammen mit tatkräftiger Unterstützung von Wanner den verdienten Try. Auch die anschliessende Conversion verwertete Lemme souverän, womit die Führung perfekt war.

 

Die Schlussphase war dann nicht mehr ganz nach den Vorstellungen der Munotstädter. Nach viel Provokationen seitens der Gegner liess man sich zu Reaktionen verleiteten und kassierte prompt noch eine rote Karte. Eine weitere Penaltymöglichkeit wurde vor Ausführung abgepfiffen, da man die vorgegebene Zeit nicht einhielt.

 

Am Ende aber brachte man die Führung über die Zeit und der grosse Einsatz vom gesamten Team hatte sich gelohnt. Auch die Zuschauer gaben sehr zufriedene Rückmeldungen. Sie hatten viel Freude an einem tollen Rugby Spiel.

 

Endresultat: 16:10

Penalties: Lemme 3/4

Conversions: Lemme 1/1

Try: Häggi/Wanner zu je 50%

Man of the Match: Lemme

Tackle of the Match: Gaille

 

Team Schaffhausen: Ehrat, Gaille, van de Velde, Kradolfer J, Siegenthaler, Kradolfer S.,Henggeler, Wanner, Zeindler, Pinto, Knapp, Sieber, Lemme, Schneckenburger, Häggi, Strub, Ledergerber, Schmid, Weber, Gruber, Studer

 

Bericht: Sieber


04.03.2017 | Cupspiel | Ticino - Schaffhausen

 

Knappe Niederlage nach spannendem Cupfight

Bei schönem Wetter trafen sich die Golden Balls am Samstag Vormittag in Schaffhausen um die weite Reise ins verregnete Tessin anzutreten. Ebenfalls sollte es noch heftig winden, was eine interessante Partie versprach.

 

An der kürzlich stattgefundenen GV präsentierte Coach Wragg seine neue Taktik für die Saison in der Theorie. So lag der Fokus während der letzten Trainings vor dem ersten

Ernstkampf auf dieser. Zusammenfassend zielt die neue Strategie primär darauf ab, die Offensive der Backs zu verbessern. Dies soll durch bessere Kooperation mit den Forwards funktionieren. 

 

Hoch motiviert versuchten die gelb schwarzen die Taktik gleich in der Anfangsphase umzusetzen. Es war deutlich zu sehen, dass die Organisation der Angriffe besser funktionierte. Allerdings schlichen sich immer wieder Fehler ein. Vor allem kleine Regelverstösse, oft in Ruck Situationen, kosteten hart erarbeitete Meter. Das Heimteam konnte so durch 2 Penaltykicks mit 6:0 in Führung gehen. Dennoch war die Partie bisher ausgeglichen und konnte auf beide Seiten kippen. Eine Unachtsamkeit der Guarddogs in der Schaffhauser Hintermannschaft ermöglichte den ersten Try mit anschliessender Conversion des Spiels. So ging man mit einem Rückstand in die Pause. 

 

Coach Wragg motivierte das Team, indem er das gespielte generell lobte. So weiter spielen, auf die eigenen Fähigkeiten bauen, dann würde der Erfolg früher oder später einsetzen.

In der zweiten Hälfte konnten die Golden Balls den Druck, auf die Tessiner Abwehr, weiter verstärken. Immer wieder powerten die Runner der Forwards. Sie smashten alles aus dem Weg was sich ihnen entgegen stellte. Nachdem einige Angriffe noch am entscheidenden Pass scheiterten, war es einmal mehr ein Exploit von Häggi. Dieser spielte heute auf der Scrum Half Position. Statt den ersten Pass zu spielen schlängelte er sich geschickt durch die gegnerische Defensive. Flyhalf Pinto erhöhte danach erfolgreich auf 7 gelb-schwarze Punkte.

 

Die Uhr zeigte noch 15 Minuten zu spielen an. "Plenty of time" rief es aus der Coaching Zone. In letztjährigen Trainings konzentrierte man sich unter anderem auch aufs wichtige "Mauling". Im Rugby ist dies eine beliebte Form bei den Forwards, die Gegner regelrecht über den Platz zu schieben. Was man hier nun an Schaffhauser Power zu sehen bekam, verschlug sämtlichen Zuschauern die Sprache. Hätte es keine Spielbegrenzung gegeben wären die armen Tessiner wohl bis nach Italien geschoben worden. Number 8 und Clubpräsi Van de Velde himself legte den Ball zum Schluss schon fast gemütlich in die gegnerische Tryzone. Spielstand ultraspannend 13:12, noch immer für Ticino. 

 

Es wurde nun auf Rugbysprache ausgedrückt "dräckelet". Immer wieder lag ein Einheimischer auf dem Boden und spielte den sterbenden Schwan. Dem Ref blieb jeweils nichts anderes übrig, als die Partie zu unterbrechen. Kurz vor Schluss wurde dann "the Bulldozer Wanner" sehr hart und regelwidrig gestoppt. Leider eine ungeahndete Version und noch schlimmer, die Schockstarre in der Schaffhauser Hintermannschaft. Die Tessiner spielten die Situation schnell weiter und legten den von ihrem Publikum viel umjubelten Siegtry.

 

Natürlich enttäuscht über die Niederlage, trotzdem auch froh über das grundsätzlich tolle Spiel traten die Schaffhauser die Heimreise an. Bereits nächstes Wochenende steht ein absolutes Highlight an, der jährliche Golden Balls Cup findet im Schaffhauser Schweizersbild statt. Mannschaften auf 4 Nationen werden ab 10 Uhr um die Trophäe spielen. Seid am 11.03. dabei und feuert unsere 2 Schaffhauser Teams tatkräftig an. Für das leibliche Wohl sorgen wie gewohnt Céline und ihr Team am eigenen Food-Trailer.

 

Endrestultat 20:12

Man of the Match: Häggi

Tackle of the Match: Zorla

Tries: Häggi, Van de Velde

 

Team Schaffhausen: EICHENBERGER, GAILE, SPÄNI, KRADOLFER J., VAN DE VELDE, KRADOLFER S., HENGGELER, WANNER, HÄGGI, PINTO, VILLATORO, LEMME, SIEBER, LEDERGERBER, STUDER, STRUB, ZORLA

 

Bericht: Sieber


29.10.2016 Yverdon - Schaffhausen

 

Klare Niederlage gegen den Tabellenführer

Die Vorzeichen vor dem ohnehin schon schwierigen Auswärtsspiel gegen Yverdon standen für die Golden Balls denkbar schlecht. Yverdon, unter anderem NLB Meister 2014, mehrfacher Schweizermeister und Cupsieger, grüsst bereits seit einigen Wochen von der Tabellenspitze der NLC. Dass das Team aus dem Welschland überhaupt dort spielt, verdankt es dem Fakt, dass letzte Saison aus Spielermangel ein Neustart in der 1 Liga erfolgte.

 

Ausserdem kam erschwerend dazu, dass Schaffhausen lediglich 13 Spieler zusammenkratzen konnte. Das Spiel stand also klar unter dem Motto, hinfahren, alles raushauen und sehen zu was es reicht.

 

Zu Spielbeginn allerdings gleich der Schocker. Nach 10 Minuten führte Yverdon bereits mit 15 Punkten. Nun waren allerdings auch die Schaffhauser wach. Mit dem Mut der Verzweifelten warfen sie sich in jedes Tackle und jeden Ruck und konnten die Romands gut von der Try-Line fernhalten. Allerdings ist das Verteidigen der gesamten Try-Zone mit 13 Spielern gerade gegen eine gut eingespielte Mannschaft wie Yverdon sehr schwierig. So gelang es dem Heimteam immer wieder, Überzahlsituationen zu schaffen und nahe der Aussenlinie zu Punkten.

 

So lautete das Schlussresultat 72:0, und trotzdem können die Schaffhauser auf die Leistung stolz sein. Es gelang Yverdon lediglich, Punkte über Überzahlsituationen zu erzielen. Schaffhausen verteidigte stark, setzte gute Tackles, nur ist mit zwei Spielern weniger auf dem Platz gegen einen so spielstarken Gegner nicht viel zu machen.

 

Besonders hervorzuheben ist Hooker Gaile. Nach 10 Minuten mit einem Rippenbruch ausgewechselt, hielt es ihn in der Schlussphase nicht mehr auf der Bank. 10 Minuten vor dem Ende des Spiels stand er wieder auf dem Platz und verteidigte mit dem Rest des Teams die immer wieder anrollenden Angriffe des Heimteams.

 

 

Endresultat: 72:0

Penaltys: 0/1

Man of the Match: Strub

 

Team Schaffhausen: Späni, Gaile, Strub, J. Kradolfer, S.Kradolfer, Wanner, Bucher, Ledergerber, Zeindler, Häggi, Lemme, Schneckenburger, Studer

 

Bericht: Kradolfer


22.10.2016 Solothurn - Schaffhausen

 

Zu wenig Effizienz und ungenügende Defensivarbeit wurde bitter bestraft.

Im letzten Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften gab es nach einem hart umkämpften Spiel den knappen Sieg für Solothurn. Somit war man aus Schaffhauser Sicht hochmotiviert, Revanche zu nehmen.

 

Es gelang den starken Schaffhauser Forwards auch den ersten Scrum für Solothurn deutlich zu dominieren. Nur mit grosser Mühe brachten die Solothurner den Ball zu ihrem Srum Half. Vermutlich war dieser dadurch dermassen überraschend, dass er gleich die Schaffhauser Hintermannschaft umkurvte und den frühen ersten Try legen konnte. In der Folge drückten die gelb schwarzen auf den Ausgleich resp. auf die ersten Punkte. Ein schnell und gut gespielter Ball über die Backslinie landete bei Flügel Schneckenburger. Dieser konnte aber im letzten Moment noch gestoppt werden.
 
Kurz darauf konnte Schaffhausen aus aussichtsreicher Penaltysution den Kick aufs Tor versuchen. Auch hier war man sehr nahe an den Punkten, der Ball verfehlte das Gestänge nur um wenige cm. Oft ist es im Sport so, dass wenn man die Punkte selbst nicht macht, dann kassiert man sie. Diese Regel war leider auch heute der Fall, nach einem schnell gespielten Backs Angriff schlossen die Solothurner diesen mit einem weiteren Versuch ab. Weiter glaubten aber die Schaffhauser an ihre Chance.
 
Die Scrums und Lineouts wurden weiter hervorragend gespielt, hier hatte man den Gegener im Griff. Man wusste, dass nicht viel fehlte, vor allem in der Offensive. Nach einem Line Out, welches nicht auf die Springer gespielt wurde, sondern auf den ersten Prop Ehrat - konnte dieser um ein Haar den ersten Try für die Golden Balls legen.
In der Folge gab man das Spiel bedauerlicherweise aus der Hand. Es folgten zwei Verletzungen von wichtigen Spielern, eine gelbe Karte und dies alles konnte jetzt  nicht mehr kompensiert werden.

 

Es zeigten sich in der Schaffhauser Linie zu viele Lücken. Die erste Phase konnte zwar jeweils noch gut verteidigt werden, allerdings benötigte man für die schnellen Angreifer oft mehr als einen Tackler. Dadurch konnten die Solothurner immer wieder Überzahlsituationen generieren. Die Angriffe wurden schnell und kompromisslos gespielt. Es gelang den Schaffhausern nicht mehr an die gute Anfangsphase anzuknüpfen. Oft war man nach unnötig verurchsachten Penaltys zu langsam in der Verteidigung. Solothurn spielte dies geschickt aus und erspielte sich eine deutliche Führung. Zum Schluss waren die Schaffhauser natürlich bitter enttäuscht, hatte man sich doch hier gute Chancen ausgerechnet.

 

Woran man sicher viel arbeiten muss ist weiter an den Tackles, welche heute ungenügend waren. Ausserdem an der defensiven Linienarbeit generell, das reicht gegen ein gut organisiertes Solothurn nicht. Trotzdem gilt es positiv zu bleiben, auf den positiven Aspekten des Spiels aufbauen. Man war in der Anfangsphase ebenbürtig, es fehlte heute aber das Glück und sicher auch die Effizienz.  Bereits am 12.11. dieses Jahres kommt es zum Rückspiel in Schaffhausen. Genügend Zeit und Training, die
angesprochenen Schwächen auszumerzen.

 

Endresultat: 48:0

Penaltys: 0/1

Man of the Match: Wanner

 

Team Schaffhausen: Van de Velde, Ehrat, Späni, Kradolfer J., Siegenthaler, Wanner, Kradolfer S., Eichenberger, Zeindler, Häggi, Villatoro, Lemme, Sieber, Schneckenburger, Gasser, Schmid, Bucher

 

Bericht: Sieber


15.10.2016 | Schaffhausen - Biel

 

Erfolgreiche Reaktion auf drei Niederlagen in Folge gelang

Im Training legte Coach Zeindler viel Wert auf saubere Tacklings, korrekte Laufrichtungen und Pässe unter gegnerischem Druck. Dies waren die primären Schwächen und Fehler, welche uns in den vergangenen Spielen Punkte kosteten.

 

Die Zuschauer bewiesen mit ihrem zahlreichen Erscheinen, dass sie, wie das ganze Team weiterhin an den Erfolg glauben. 

 

Bereits in der Anfangsphase konnte man deutlich spüren, dass hier eine Schaffhauser Einheit auf dem Platz steht, die den unbedingten Siegeswillen hat. Jedes Tackle

wurde konsequent durchgezogen. Wurde doch eines verpasst, stand der nächste Spieler bereit. Trotz der schweren Forwards im Bieler Team standen die Schaffhauser in den

Scrums entschlossen gegenüber und boten hervorragend Paroli. Hooker Gaille hakelte den Ball geschickt wie eh und je zu den Mitspielern.

 

Dies half interims Scrumhalf Zeindler, kontrollierte Pässe in die Backs Linie zu spielen. Einige Angriffe konnte die Bieler Defensive noch abwehren. Dann allerdings übernahm die Nummer 10 der Schaffhauser, Pinto den Ball. Mit geschickten, energischen und kräftigen Bewegungen tankte er sich unaufhaltsam bis zur punktebringenden Trylinie. Oft war die Anfangsphase ein schwarz, gelbes Problem. Nicht aber heute, die ersten 5 Punkte waren im trockenen. 

 

Durch einen guten, über mehrere Phasen und Richtungswechsel gespielten Angriff, konnte Biel kurz darauf ausgleichen. Auch die anschliessende Conversion wurde zur zwischenzeitlichen Führung des Auswärtsteams genutzt. Wer jetzt aber das Gefühl hatte, dass dies die Wende des Spiels darstellt, hat nicht mit der geballten Ladung Forwards/Pinto kalkuliert. Präsi Van De Velde spielte in einer Penaltysituation für Schaffhausen den Vorteil aus. Wie gewohnt räumte er auf seinem Offensivfeldzug einige gegnerische Defensivspieler regelrecht aus dem Weg. Die anschliessenden Rucks wurden dominiert. Wieder war es dann zum Schluss des starken Angriffs Pinto, der mit voller Entschlossenheit den nächsten Try legte. 

 

In der Anfangsphase der zweiten Halbzeit setzten sich die Golden Balls sogleich wieder in der Offensivzone fest. Forwards spielten einige starke Pick & goes. Im richtigen Moment spielte Zeindler dann den Pass in die Backslinie. Inside Center Lemme bewies gutes Stellungsspiel und machte die nächsten 5 Punkte perfekt. 

 

Nach einer Scrumsituation und anschliessend starkem Lauf eines Center Spielers konnte die Gastmannschaft aber wieder auf 14:15 verkürzen. Viel Spannung lag in der Luft. Trotzdem darf an dieser Stelle erwähnt werden, dass das Spiel jederzeit vollkommen fair war, Kompliment an den Gegner und auch an die permanente Disziplin der Schaffhauser.

 

Es folgte wieder eine Druckphase der schwarz/gelben. Nach einem gewonnenen Scrum spielte Pinto den Ball ideal direkt auf Sieber. Dieser wollte den Ball zuerst auf den bereitstehenden Wing weiterspielen. Entschied sich dann aber für den geraden Durchbruch und war damit erfolgreich, Try für Schaffhausen. Center Lemme bewies danach auch noch seine starke Kickerqualitäten und verwertete aus schwierigem Winkel die Conversion, was weitere 2 Punkte einbrachte.

 

Einer im starken Kollektiv der Golden Balls hatte aber noch immer nicht genug. Pinto spielte ganz einfach in einer anderen Liga. Trotz bisher anstrengendem, intensivem Spiel schnappte er sich in der Spielfeldmitte den Ball. Diesen nahm er dann im Vollsprint dermassen schnell und sicher mit, dass die Bieler wie Slalomstangen aussahen. Der dritte Try für den Schaffhauser Spielmacher, was für eine Leistungsexplosion!

 

In der Folge war die gesamte Defensive der schwarz gelben noch einmal heftig gefordert. Doch auch mehrere Angriffe hintereinander, ununterbrochenes Anrennen konnte die Munotfestung auf dem grünen Rasen nicht mehr knacken.

 

Das Publikum war das ganze Spiel durch mit super Unterstützung dabei, weshalb sich das Team mit einer eleganten Verneigung vor den Fans bedankte. 

 

Endresultat: 27:14

Tries: 3x Pinto, Lemme, Sieber

Conversions: 1x Lemme

Man of the Match: Sieber

 

Team Schaffhausen: Ehrat, Gaille, Van de Velde, Kradolfer J., Siegenthaler, Schmid, Eichenberger, Kradolfer S., Zeindler, Pinto, Villatoro, Lemme, Sieber, Schneckenburger, Gasser, Knapp, Späni, Strub

 

Bericht: Sieber


08.10.2016 | Tessin - Schaffhausen

 

Unbelohnter harter Kampf im Tessin

Am SA morgen hiess es für die Golden Balls: Zugfahrt nach Bellinzona zum nächsten Auswärtsspiel. Leider haben die vielen Spiele der vergangenen Wochen scheinbar ihre Tribute gezollt. Mit gerade einmal 15 Mann trat man zum Spiel an. Darunter fehlten einige Stammspieler auf Schlüsselpositionen. Dies bedingte einige Änderungen sowohl in der Backs, als auch Forwards Aufstellung.  

 

Nach dem Sieg im letzten Aufeinandertreffen war man dennoch optimistisch und hoch motiviert. In der Vergangenheit gab es häufig Spiele, in denen man mit schlechten Vorzeichen antrat. Fast alle wurden gewonnen: schwörte Captain Kradolfer J. die Truppe vor dem Spiel ein. Mit diesen motivierenden Worten begannen die Schaffhauser äusserst ansprechend. Offensiv setzte man sich sogleich gut in Szene und machte Druck. Sowohl Forwards, als auch Backs zeigten, dass sie mit viel Power und Engagement den Kampf annahmen. Leider aber gehört zu einer erfolgreichen Spielgestaltung auch die Defensive. Immer wieder konnten sich Einzelspieler der Ticinesi relativ ungestört durch die Schaffhauser Reihen schlängeln und bald die ersten Punkte legen. 

 

Musste man sich Sorgen machen? Einen Rückstand aufholen benötigt immer mehr Kraft, als eine Führung zu verwalten. Nein, denn nun waren die Munotstädter im Spiel. Mehrere Penaltysituationen ermöglichten es den inzwischen stark aufspielenden Forwards mehr und mehr Druck auf die Linie der Tessiner auszuüben. Im Training hat man jeweils das Gefühl von einem Schnellzug überrollt zu werden, wenn Eichenberger mit voller Geschwindigkeit auf einen zudonnert. Genau so musste sich die einheimische Abwehrlinie fühlen. Unwiderstehlich und unaufhaltsam legte er den ersten Try für die Gäste.

 

Jetzt war gelb-schwarzer Pfeffer im Spiel. Backs und Forwards setzten sich in der Gegnerhälfte fest. Scrums wurden trotz neu formierter Zusammensetzung der Forwards fast nach Belieben dominiert. Flanker Henggeler hatte genau zum richtigen Zeitpunkt einen Energieanfall und tankte sich zum nächsten Versuch für die jubelnden Schaffhauser. Es folgte jetzt zwar noch ein weiterer Try des Heimteams, aber aus gelb-schwarzer Sicht bekam man trotzdem das gute Gefühl, hier das bessere Team zu sein. 

 

So lauteten dann auch die Worte von Captain Kradolfer J. in der Pause: an sich glauben und weiter vorwärts powern. Durch erfolgreiche Kicks hat auch Kradolfer J. selbst viel zum zwischenzeitlichen Hoch beigetragen.

 

Was dann aber folgte war das pure Gegenteil von dem, was man sich vornahm. Die Linie der Backs und auch Forwards wies immer wieder Lücken auf. Ausserdem war man jeweils nach der ersten Phase zu langsam um die darauf folgende zu verteidigen. So erspielte sich Ticino eine komfortable Führung, die schon fast nicht mehr aufzuholen war.

 

Dass man nicht so weit fuhr, um sich eine Kanterniederlage einzufangen, zeigte die Schlussphase. Mit allen Kräften, jeder für jeden gehend, nahmen die Golden Balls das Spiel wieder in ihre Hand. Häggi zeigte einmal mehr einen seiner unwiderstehlichen Antritte, mit kleveren Sidesteps sprintete er in Richtung Trylinie. Im richtigen Moment kam Schmid angerannt und nahm den Pop (Kurzpass) im Lauf entgegen, welchen er erfolgreich zum Versuch ablegte.

 

Nun schlug auch noch der Präsident in Person von Van de Velde zu! Mit einem energischen Powerlauf räumte er alles aus dem Weg was ihm bis zur Punktelinie in den Weg kam. Sein erster Try, herzliche Gratulation an dieser Stelle. 

 

Mit einigen unnötigen Nicklichkeiten, die man trotz noch immer sicherer Führung des Heimteams über sich ergehen lassen musste, endete das Spiel.

Es gilt nun die Schwächen in den Trainings auszumerzen und die definitiv vorhanden Stärken weiter auszubauen. Am kommenden SA kommt Biel in die Munotstadt und diese Punkte sollen zu Hause bleiben.

 

Endresultat: 38:24

Tries: Eichenberger, Henggeler, Schmid, Van de Velde

Kicks: 2/4

Man of the Match: Van de Velde

 

Team Schaffhausen: Eichenberger, Gaile, Van de Velde, Kradolfer S., Kradolfer J., Schmid, Strub, Henggeler, Bucher, Lemme,  Wanner, Sieber, Gasser, Schneckenburger, Häggi

 

Bericht: Sieber


01.10.2016 | Schaffhausen - Würenlos

 

Niederlage gegen den Tabellenführer

Mit Würenlos kam der Absteiger aus der höheren Nationalliga B nach Schaffhausen. Die Aargauer haben eine lange Rugby Tradition und wurden bereits im Jahr 1994 gegründet. Natürlich wollte man somit aus Schaffhauser Sicht gleich zeigen, dass man dies zwar bewundert, aber umso mehr motiviert war, dem Team den Golden Balls Stempel aufzudrücken.

 

In der Anfangsphase war man aber etwas übermotiviert und dementsprechend schlichen sich Unkonzentriertheiten ein. Würenlos mit ihrem sehr starken Passspiel kam immer wieder mit schnellen Angriffen in die Hälfte des Heimteams. In den Scrums leistete Hooker Gaille zwar hervorragende Arbeit, indem er den Ball immer wieder vom Gegner hakelte. Allerdings war der Druck der schweren Frontlinie der Gäste enorm, wodurch es schwierig war für Scrumhalf Bucher, den Ball kontrolliert weiterzuspielen. Ausserdem waren die Tacklings oft zu hoch angesetzt und dementsprechend ineffizient. 

 

Die Führung stieg zwischenzeitlich auf 20:0 an. Dann aber folgte die stärkste Phase der Golden Balls. Man setzte sich energisch in der gegnerischen Platzhälfte fest. Die Aargauer verteidigten mit Mann und Maus. Kein Zuschauer konnte noch ruhig sitzen, Fotograf Richard Fischer knipste Bild um Bild vom Offensivspektakel. Das Quäntchen Glück oder die letzte Effizienz fehlte jedoch. Aber es war deutlich zu sehen, dass man als Mannschaft sehr grosses Potential hat. Dass man dieses nicht immer voll abrufen kann, gehört zum weiteren Lernprozess. 

 

Der Kommentar des langjährigen und sehr erfahrenen Würenlos Coach war entsprechend ehrlich: "In der starken Schaffhauser Phase hatte man nichts mehr entgegen zu setzen. Es kam eine solch geballte Power, dass man nur noch froh war um jeden Spielunterbruch". 

 

Die Punkte wären durchaus verdient gewesen, wollten aber am heutigen Tag nicht gelingen. Einige verletzungsbedingte Auswechslungen folgten leider. Trotzdem kämpfte jeder im Team bis zum Schluss. Dies verdient Respekt und zeigte auch den Fans, dass es sich immer wieder lohnt die Spiele der Golden Balls live zu verfolgen. Die Aargauer als Leader der NLC haben den Sieg verdient nach Hause genommen, bestimmt werden sie die harten Schaffhauser Tackels noch ein paar Tage in den Knochen spüren.

 

Bereits am kommenden SA geht es für die Munotstädter nach Bellinzona gegen Ticino. An die Leistung gegen Würenlos anknüpfen, die Effizienz in der Offensive optimieren, dann gibt es bestimmt den nächsten Saisonsieg!

 

Fantastische Fotos vom Spiel: Danke an Richard Fischer,  www.rigardo.com

 

Endresultat: 0:32

Penalties: 0/1

Man of the Match: Gaile

 

Team Schaffhausen: Späni, Gaille, Ehrat, Kradolfer J., Siegenthaler, Kradolfer S., Wanner, Van de Velde, Bucher, Pinto, Gasser, Lemme, Sieber, Zeindler, Häggi, Eichenberger, Strub, Schmid

 

Bericht: Sieber 


24.09.2016 | Haute-Broye - Schaffhausen

 

Auswärtsniederlage im Welschen

Nach dem guten Saisonstart trat man voller Motivation die weite Auswärtsfahrt gegen Haute-Broye an. Die Trainings unter der Woche zeigten positive Tendenzen. Nicht nur waren jeweils viele Spieler anwesend, zeigten diese auch viel Einsatz und spielerische Qualität.

 

Das Heimteam war aber scheinbar noch motivierter oder aber sicher einiges konzentrierter. Unachtsamkeiten im Spielaufbau mit diversen "knock-ons" zwangen die Forwards in einen Scrum nach dem anderen. Haute-Broye mit ihren schweren Forwards freute sich darüber und nutzte bereits nach wenigen Minuten die Schaffhauser Fehler aus und führte

sicher mit 10:0.

 

Ein Aufwachen der gelb schwarzen war zwar jetzt endlich spürbar. Man setzte einige offensive Akzente, wurde aber immer wieder durch individuelle Unkonzentriertheiten gestoppt. Der strenge Ref trug seinen Teil dazu bei, dass nie wirklich Spielfluss entstand. 

 

In der Pause versuchten die Coaches das Negative auszumerzen und die positiven Aspekte hervorzuheben. Leider aber aber trug der Rugbygott an diesem Tag grün/weiss. Man stand sich weiterhin selbst im Weg. Haute-Broye war nicht übermächtig, aber es wurden eigene Chancen nicht genutzt und dadurch der Gegner nur unnötig stärker gemacht. Stellvertretend dazu die weisse Karte von Sieber nach einem unnötigen Ruck Verstoss, welcher dessen 10 minütigen Ausschluss zur Folge hatte. Dies in einer Phase, wo man sich wieder offensiver zeigte.

 

Kicker J. Kradolfer konnte eine Penaltysituation nicht ausnutzen, sein Kick verfehlte die Torstangen zwar knapp, aber war im Endeffekt wie das ganze Spiel nicht genügend.

So war es wenig erstaunlich, aber sehr enttäuschend, dass die Schaffhauser an diesem Tag keine Punkte erzielen konnten. Man musste sich mit einem 0:25 auf die mehr als 3 stündige Heimreise machen. Es war sicher nicht alles negativ an diesem Nachmittag. Aber es wurde wieder deutlich bewusst, dass es gegen jeden Gegner eine absolut konzentrierte 

Teamleistung braucht, sonst reicht es nicht für Erfolge.

 

Die nächste Chance bietet sich schon am nächsten Samstag. Dann geht es vor heimischem Publikum gegen Würenlos, den Absteiger aus der höheren B Liga. Die Schaffhauser haben schon oft bewiesen, dass sie aus schwachen Spielen lernen können und die Fehler ausmerzen. Somit kann man sich schon jetzt auf ein spannendes und erfolgreicheres Heimspiel freuen!

 

Endresultat: 25:0

Penalties: Kradolfer J. 0/1

 

Team Schaffhausen: Eichenberger, Gaile, Späni, Kradolfer J., Siegenthaler, Kradolfer S., Torres, Van de Velde, Bucher, Pinto, Gasser, Lemme, Sieber, Villatoro, Häggi, Strub, Henggeler, Zeindler

 

Man of the match: Kradolfer S.

Bericht: Sieber


10.09.2016 | Schaffhausen - St. Gallen

 

Heimsieg zum Saisonauftakt.

Nach einer intensiven Vorbereitung mit viel Fitness und Schweiss freute sich das ganze Team auf den ersten Ernstkampf. Mit St. Gallen hatten die Schaffhauser noch eine Rechnung offen. Verlor man doch die letzte Partie Auswärts relativ deutlich. Bereits in der Anfangsphase wurde den euphorisierten Zuschauern bewusst, dass heute ein anderer Wind weht. Die Munotstädter setzten sich sofort in der gegnerischen Hälfte fest. Es wurde gepowert, Angriff für Angriff. Backs und Forwards harmonierten gut zusammen, jeder ging für den anderen. Bucher legte auch schon bald den vermeintlich ersten Try. Dieser wurde aber auf Grund einer vorherigen Regelwidrigkeit nicht gegeben. 

 

Dass St. Gallen diese Defensive aber nicht ewig halten kann war jedem bewusst. Es war dann Pinto, der eine Rucksituation schnell und richtig interpretierte und den

ersten Versuch zum Erstaunen der St. Galler Hintermannschaft legte. Was für ein Einstand für die neue Nummer 10 der Schaffhauser.

 

Schaffhausen spielte zwar weiter nicht schlecht, konnte aber eigene Chancen zum einen nicht konsequent nutzen und andererseits schlichen sich auch kleine Fehler ein. Die Defensiv Linie war teils nicht lückenlos, was eine so erfahrene NLC Mannschaft wie St. Gallen gnadenlos ausnutzte. Man fragte sich als Fan, Spieler und Coach, ob die Schaffhauser, trotz gefühlt gutem Fitnessstand, bei den heissen Temperaturen das Tempo nicht mehr mitgehen können. 

 

Die St. Galler konnten sich eine komfortable 15:5 Führung erarbeiten. Die Golden Balls haben ihren Namen aber nicht aus irgend einem Phantasiebuch, sie haben sich diesen erarbeitet. Es folgte eine Demonstration von Kampfwillen und Teamgeist. Ganz besonders Häggi, der einmal mehr eine hervorragende Übersicht bewies. 

Eine Penaltysituation erkannte er schneller, als die restlichen 29 Spieler und legte den viel umjubelten zweiten Try für das Heimteam.

 

Kurz darauf überrannte Center Lemme mit einem unwiderstehlichen Sololauf die halbe Backs Linie der Gäste. In der letzten Saison hatte man immer wieder Schwierigkeiten die Angriffe zu Ende zu spielen. Unter anderem in dieser Situation sah man nun den Fortschritt. Im richtigen Moment spielte Lemme nach seinem Lauf den Pass auf Wanner,
"the bulldozer". Dieser wurde seinem Namen einmal mehr gerecht und erledigte den Rest! Nächste 5 Punkte, somit Ausgleich für Schaffhausen.

 

Nun war es wieder Häggi, der einen langen und intensiven Angriff mit vielen Phasen mit seinem zweiten Versuch abschliessen konnte. Da Kicker Kradolfer auch immer besser in Form kam und die letzten beiden Versuche mit jeweils 2 Punkten noch erhöhen konnte, kam man zu einer mittlerweile verdienten Führung von 24:15.

 

Die St. Galler stemmten sich zwar mit allem was sie hatten gegen die drohende Niederlage, konnte diese aber dank starker Defensivarbeit des ganzen Heimteams nicht mehr abwenden. Nicht nur die zahlreichen Fans waren vom ersten Auftritt der Golden Balls begeistert. Das ganze Team lag sich in den Armen und die Coaches fanden noch einige lobende Worte. 

 

Endresulat: 24:15

Try für Schaffhausen: Pinto, Wanner, 2 x Häggi

Conversion Kick: Kradolfer 2/3, Bucher 0/1

Team Schaffhausen: Schaffhausen: T. Ehrat, S. Gaile, F. Späni, J. Kradolfer, A. Van de Velde, M. Schmid, S. Kradolfer, S. Wanner, R. Bucher, G. Pinto, L. Häggi, P. Lemme, S. Sieber, J. Gasser, R. Siegenthaler, P. Torres, D. Eichenberger, G. Harris, S. Henggeler, A. Villatoro, M. Uhr, D. Strub

 

Man of the Match: Pinto

Bericht: Sieber


04.06.2016 | Schaffhausen - Lausanne

 

Niederlage gegen den Tabellenführer

Im letzten Saisonspiel kam mit Lausanne ein bekanntlich gutes Team nach Schaffhausen. Viele Zuschauer wollten sich den Saisonabschluss der Golden Balls nicht entgehen lassen. Das Heimteam erwischte einen guten Start. Man konnte das Spiel ausgeglichen gestalten, immer wieder Akzente setzten und vor allem defensiv gut dagegen halten.

 

Lausanne spielte in der letzten Saison eine Stufe höher, in der NLB. Dies zeigte sich im Fortlauf des Spiels immer wieder. Schaffhausen spielte zwar gut, aber eben nicht gut genug gegen ein solches Team. Jeder kleine Fehler, jedes verpasste Tackle wurde ausgenutzt. Die Lücken in der Backslinie stets erkannt und durch gelegte Versuche bestraft. Man ging mit einer deutlichen Rücklage in die Pause.

 

Die Coaches versuchten alles, den Spielern zum einen Mut einzureden und zum anderen die Fehler auszureden. Zu Beginn der zweiten Halbzeit staunten nicht nur die Zuschauer. Auf einmal konnte man einen Ruck in der Mannschaft der schwarz gelben spüren. Man glaubte an die eigenen Stärken, konzentrierte sich darauf und kam auch bald zu den ersten Punkten mittels Penaltykick durch Kobelt.Die viel umjubelten Punkte gaben weitere Motivation. Dies spürte auch die Offensive der Lausanner. Die schweren und kräftigen Schaffhauser Forwards, sowie die flinken und angstlosen Backs stellten sich immer wieder in den Weg und kämpften defensiv wesentlich effektiver.
Und dann kam…Wanner! Kaum von der Ersatzbank aufgestanden, rannte er wie von der Tarantel gestochen über den halben Platz und legte gar den ersten Versuch für Schaffhausen. Das Publikum tobte, die Schaffhauser Spieler witterten Morgenluft.
 
Es wurde weiter gut gespielt und gekämpft. Bei Lausanne begannen die Nerven zu flattern, das Spielerklima bröckelte. Nur durch viel individuelle Klasse und Erfahrung konnte man die Angriffe der Schaffhauser stoppen.

Was in diesem Spiel leider nicht unterbunden werden konnte waren Nicklichkeiten unter den Spielern. Lausanne ist in der Liga bekannt für ihr „Grauzonenspiel“, dies konnte man als Spieler deutlich spüren, als Zuschauer in den Handgemengen sehen. Allerdings sind es immer die Spitzenteams, die gerne provozieren. Es gehört zum Lernprozess einer nicht so erfahrenen Mannschaft wie Schaffhausen, diese zu ignorieren und die Antworten auf dem Platz innerhalb des Regelwerks zu geben.

 

Am Ende war die Niederlage zwar deutlich, aber durch eine grosse Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit nicht der ersten Halbzeit entsprechend. Weiter gibt es viele zu verbessernde Punkte, speziell die zu hohen Tackels werden zwar in jedem Spiel thematisiert, aber bisher ohne genügende Wirkung umgesetzt.

 

Sehr positiv zu erwähnen sind einige neue, oder von Verletzungen zurückgekehrte Spieler. Das Kader wächst und wächst, die Moral ist ungebrochen. Der Rugby Club Schaffhausen blickt positiv in die nächste Saison und freut sich darauf. Ein grosser Dank gilt den vielen Fans, die der Mannschaft trotz Niederlage viel Applaus gespendet haben.

 

Endresulat: 10:62

Try für Schaffhausen: Wanner

Penalty Kick: Kobelt 1/1

Conversion Kick: Kobelt 1/1

Team Schaffhausen: Gruber, Gaile, van de Velde, Kradolfer J, Siegenthaler, Kradolfer S, Wanner, Schmid, Bucher, Kobelt, Villatoro, Zeindler, Sieber, Lemme, Häggi, Henggeler, Strub, Späni, Studer, Tanner, Pilar Torres, Pinto

Man of the Match: Kobelt

 

Bericht: Sieber


29.05.2016 | St. Gallen - Schaffhausen

 

Als Aufwärmprogramm gab es am Samstag für die Schaffhauser Rugbyspieler einen strengen Helfereinsatz für das Schaffhauser Kantonale Schwingfest in Stetten. Die Muskeln gut gestählt trat man am Sonntag die Reise zum Auswärtsspiel in St. Gallen an. In der Vorrunde gab es in Schaffhausen einen Sieg. Diesen wollte man natürlich wiederholen.

 

Was dann allerdings dem Schaffhauser Fan und Zuschauer in der ersten Halbzeit geboten wurde, war leider Magerkost. Eine Angriffswelle nach der anderen, vor allem über die starken St. Galler Backs rollte über die Schaffhauser Defensive. Mit ungenügenden Tackels machte man die Gegenspieler noch zusätzlich stark. Der Gegner konnte punkten und so die Schaffhauser Moral in der Pause in die Tiefe stürzen.

 

Coach Wragg sprach gnadenlos die zu verbessernden Punkte an. Rucks konsequenter und schneller spielen, Tackels tiefer ansetzten, mit mehr Pick and Goes die Stärken der eigenen Forwards ausnutzen. Die Ansprache zeigte Wirkung. Nun war Schaffhausen im Spiel.

 

Man setzte sich mit genau der angesprochenen Strategie in der Hälfte der Olmastädtler fest. Forwards arbeiteten mehr zusammen, gewannen die Rucks und machten die Bahn frei für die Spielzüge der Backs. Es war dann nach einer langen Druckphase Schmid, der den vermeintlich ersten Versuch für Schaffhausen legte. Der Ref sah hier komischerweise ein held up, das heisst ein Gegner müsste seine Hand noch unter dem von Schmid abgelegten Ball bekommen haben. Ich möchte hier nicht weiter auf diesen Entscheid eingehen, es war ein Tatsachenentscheid, den es zu akzeptieren gibt. Zum Schluss klappte es also nicht mehr mit dem Punkten, was natürlich eine grosse Enttäuschung ist. Es ist nun an den Golden Balls, alle Kräfte nochmal zu mobilisieren.

 

Am kommenden Samstag geht's ins letzte Meisterschaftsspiel gegen Lausanne. Dies zu Hause in Schaffhausen. Die beiden kommenden Trainings werden bestimmt knallhart, will man dem Publikum doch noch einen versöhnlichen Saisonabschluss bieten.

 

Resultat: 24:0

 

Team Schaffhausen: Eichenberger, Gaile, Ehrat, Kradolfer J. Torres, Kradolfer S., Schmid, Wanner, Bucher, Kobelt, Villatoro, Zeindler, Sieber, Späni, Häggi, Strub, Siegenthaler

Man of the Match: Hägi

 

Bericht: Sieber

 


21.05.2016 | Solothurn - Schaffhausen

 

Nach dem schwachen letzten Spiel gegen Haute Broye musste in Solothurn eine Reaktion folgen. Die Solothurner sind ein erfahrenes NLC Team und belegen aktuell den vierten Tabellenrang. Es gab nur ein Mittel, die Schaffhauser mussten dem Gegner ihr Spiel aufzwingen.


Genau das gelang zu Beginn des Spiels. Mit viel Druck und gut gespielten Phasen kam man durch Kobelt früh zu den ersten 3 Punkten mittels Penaltykick. Solothurn konnte danach aber gleich einen Angriff über die Backslinie mit einer schnell gespielten Ballstafette durch dessen Wing erfolgreich mit einem Versuch vollenden. In der Folge hatten die Gäste aus der Munotstadt teils gute Möglichkeiten. Die Backs liessen die Bälle gekonnt über mehrere Stationen laufen, nur der letzte Pass wollte nicht gelingen.
Immer wieder schafften die Forwards gute Voraussetzungen für die Angriffe der Backs. Powervolle Scrums wurden dominiert, Lineouts gewonnen und in die Linie gespielt.


Erneut bekamen die Schaffhauser einen Penalty zugesprochen. Kobelt, der heute überragend kickte verwertete souverän. Wieder reagierte Solothurn legte den nächsten Versuch. War damit die Moral der Gäste gebrochen? Nein, die Golden Balls fighteten! Leider nicht nur gegen den Gegner, sondern auch gegen Krämpfe die sich bei mehreren Spielern bemerkbar machten. Kurz vor der Trylinie des Heimteams konnten die Schaffhauser ein Lineout ausführen. Hooker Gaile überlegte sich eine Variante welche in der Vergangenheit selten gelang. Es ist dies der kurze Einwurf nicht auf einen Springer, sondern auf den vordersten Mann. Dieser vorderste Mann, Prop Ehrat bekam den Ball ideal geworfen, die Solothurner waren überrascht. Wenn Ehrat den Ball so bekommt, dann ist das wie wenn eine Lawine in Bewegung gesetzt wird, keine Abwehrchancen mehr für Solothurn. Der erste Try für Schaffhausen war Tatsache und Kobelt erhöhte nochmal durch Kick. Wieder war man also bis auf einen Punkt am Heimteam dran.


Es war richtig spannend, das Publikum konnte sich kaum ruhig halten. Das Schlussfeuerwerk zündeten dann aber leider nicht die Gäste, sondern die rot weissen. Eine fragliche weisse Karte gegen Schaffhausen, welche 10 min Ausschluss eines Spielers zur Folge hat und mehrere krampfbedingte Auswechslungen konnten nicht mehr kompensiert werden. Solothurn legte noch 2 Tries und sicherte sich so den Sieg.


Aus Schaffhauser Sicht durfte man aber erhobenen Hauptes die Rückreise antreten. Man gab nie auf, kämpfte wirklich bis zum Umfallen und zeigte eine deutliche Reaktion. Das nächste Spiel folgt am kommenden Sonntag in St. Gallen.


Endresultat: 26:13


Try für Schaffhausen: Ehrat
Conversion: Kobelt 1/1
Penalty Kick: Kobelt 2/2


Team Schaffhausen: Eichenberger, Gaile, Ehrat, Kradolfer J, Kradolfer S., Schmid, Ledergerber, Wanner, Bucher, Kobelt, Villatoro, Zeindler, Sieber, Lemme, Häggi, Späni, Uhr, Strub, Standen
Man of the Match: Gaile

 

Bericht: Sieber


07.05.2016 | Haute Broye - Schaffhausen

 

Im Vorfeld des Spiels sprach alles für einen Schaffhauser Sieg. Haute Broye hat in der ganzen Saison bisher keinen Sieg einfahren können und liegt auf dem letzten Tabellenrang. Nach dem überragenden Auswärtssieg gegen Ticino war die Moral im Team optimal, ausserdem trat man die weite Reise mit Topbesetzung an.

 

Die Gäste vom Rhein wollten auch gleich von Beginn weg Akzente setzten. Dies gelang mit den ersten Punkten durch Kobelt, mittels Penalty. Haute Broye war vom Hinspiel bekannt für ihre schwergewichtigen Forwards, vor allem in der Frontrow. Dies zeigte sich auch in diesem Spiel in den Scrums, welche sehr schwer zu bestehen waren. Es war schlicht und einfach ein gewaltiger Gewichtsunerschied von geschätzten 100kg verteilt auf die 3 Frontrowspieler. Immer wieder drückte das Heimteam mit "pick and goes" auf den ersten Try. Ein klarer Fehlentscheid des Schiedsrichters, welcher in seiner unmittelbaren Nähe einen "knock on" übersah führte zum ersten Try für Haute Broye.

 

Die Lineouts wollten den Golden Balls heute nicht richtig gelingen. Viele Bälle konnten nur unkontrolliert in die Backslinie gespielt werden. Es gab auch hier Diskussionen über den Schiedsrichter, welcher scheinbar nicht viel Wert auf gerade Einwürfe legte und zu frühes Starten des gegnerischen Scrumhalfs tolerierte.

Es soll hier jedoch nicht über den Referee geklagt werden, das Spiel dauert 80 min und man versäumte es grösstenteils auch gute Chancen zu verwerten. Oft war man in Trylinien Nähe, aber der letzte Zug wollte nicht gelingen.

 

So kam es zur zwischenzeitlichen Führung von 17:3 für das Heimteam. Allesamt waren es kleine, aber fatale Fehler im Defensivverhalten, welche diese inzwischen deutliche Rücklage ermöglichten.

 

10 min vor Schluss war es dann Häggi, welcher mit einem souveränen Sololauf durch die Waadtländer Hintermannschaft den ersten Versuch für Schaffhausen legen konnte. Das Momentum war bei den Golden Balls. Es wurde endlich richtig Rugby gespielt. Rucks wurden konsequent durchgezogen, Standards mit viel mehr Power gespielt. So war man dem möglichen Unentschieden nochmal sehr nahe gekommen. Leider gelang es nicht mehr ganz den Schlussexploit mit einem weiteren Try auszunützen.

 

Fazit des Spiels ist, dass man die Defensive zwar grundsätzlich verbessern konnte, es aber ohne die letzte Konsequenz nicht reicht. Man darf  die Köpfe nicht hängen lassen, muss vorwärts schauen auf die nächste Chance gegen Solothurn am 21.05.2016 in Solothurn.

 

Endresultat: 17:10

Tries für Schaffhausen: Häggi

Conversion: Kobelt 1/1

Penalty Kick: Kobelt 1/1

 

Spieler Schaffhausen: Späni, Gaile, Ehrat, Arm, Kradolfer J., Knapp, Kradolfer S., Wanner, Bucher, Kobelt, Villatoro, Lemme, Sieber, Gasser, Häggi, Zeindler, Gruber, Strub, Henggeler

Man of the Match: Lemme

 

Bericht: Sieber


23.04.2016 | Ticino - Schaffhausen

 

Nach den 3 Wochen Spielpause durfte man gespannt sein auf die Reaktion nach den beiden Startniederlagen in der Rückrunde gegen GC Zürich und Luzern. Der Rugby Club Ticino als Tabellennachbar der Schaffhauser war auf dem Papier klar ein machbarer Gegner. Aus diesem Grund legten die Coaches - Nick Wragg und Dominik Zeindler - das Hauptaugenmerk der Trainingseinheiten auf die Offensive. Speziell die Backs, welche im Endeffekt für die Tries zuständig sind, lernten neue Moves. Altbewährtes wurde in Drillmanier weiter wiederholt.

 

In vielen vorherigen Partien war man zwar defensiv stabil, konnte aber selbst keine Punkte generieren. Dass die gute Vorbereitung in Bellinzona Wirkung zeigte, wurde auch den vielen einheimischen Zuschauern bewusst. Die Schaffhauser setzten sich in der Anfangsphase mit viel Druck in der gegenerischen Platzhälfte fest. Und die Bemühungen sollten schon bald in Punkte umgemünzt werden.

 

Es war Häggi der eine Penaltysituation am schnellsten erkannte und reagierte. Mit schnellen Pässen von Mann zu Mann kam der Ball bis zu Wing Ledergerber. Er blockte auch die letzten Abwehrversuche der Ticinesi und legte seinen ersten Try für die Golden Balls. Dadurch sicherte man sich die frühe Führung. Kobelt sorgte für die Erhöhung auf 7 Punkte.

 

Kurz darauf: wieder Häggi, welcher mit einem tollen Lauf fast die gesamte Hintermannschaft der Gegner überrante. Immer an seinen Fersen folgte Unterstützer Wanner. Genau richtig getimet spielte Häggi den Pass. Wanner nutzte diesen in seiner gewohnt unaufhaltsamen Powermanier. So landete der Ball erneut hinter der Tryline und brachte den Golden Balls die nächsten 5 Punkte auf dem Scoreboard ein.
 
Bei allem Lob für die starke Offensive der Golden Balls muss man erwähnen, dass man in der Defensive mangelhaft agierte. Tackels wurden oft technisch ungenügend durchgezogen, weshalb die Tessiner ihrerseits auch zu Punkten gelangten.
Trotzdem ging man mit einer knappen Führung in die Pause. In der Ansprache von Coach Wragg wurde deutlich auf das zu verbessernde Defensivverhalten hingewiesen. Um keinen Preis durfte man die Führung aus der Hand geben.

 

Es gelang zur grossen Freude von Spielern und Auswärtsfans ein weiterer Try. Eine schöne Ballstafette der Schaffhauser Backs quer über den Platz konnte Pinto mit seinem ersten Try für Schaffhausen erfolgreich vollenden.

 

Danach kam eine schwache Phase der Munotstädtler. Das Tessiner Team und auch das Publikum erwachten. Die rot/blauen kamen bis auf einen Punkt an die Schaffhauser ran. Durch einen Penalty hätte Bellinzona sogar die Chance auf die erstmalige Führung gehabt. Diese wurde aus Schaffhauser Sicht glücklicherweise nicht genutzt. Durchatmen hiess es für die Golden Balls einerseits, selber wieder Akzente setzen andererseits.

 

Durch starke Scrum Arbeit der Forwards, konnten immer wieder verlorene Bälle zurück geholt werden. Einer dieser Bälle erreichte Kobelt. Rugbygasm hiess es jetzt. Kobelt brach unwiderstehlich durch die Tessiner Defensive und legte einen weiteren Try. Auch die Conversion verwandelte Kobelt souverän.

 

Die Schaffhauser powerten weiter. Nach mehreren Stationen tankte sich der überragende Häggi wieder bis kurz vor die Trylinie. Dort spielte er den letzten perfekten Pass auf Villatoro, welcher die nächsten Punkte für Schaffhausen sicherte. Das Spiel war mit diesem Try entschieden und die Golden Balls lagen sich kurz danach in den Armen. Ein verdienter Sieg in einem tollen Golden Balls Offensivspektakel. Auf die Heimfahrt mit dem Zug konnte man sich freuen, gönnte man sich dort noch das eine oder andere Siegerbier.

 

Endresultat: 31:18
Tries: Ledergerber, Wanner, Pinto, Kobelt, Villatoro
Conversions: 3/5
Penalty Kick: 0/1

Spieler Schaffhausen: Eichenberger, Gaile, Gruber, J. Kradolfer, Siegenthaler, S. Kradolfer, Wanner, Torres, Bucher, Kobelt, Ledergerber, Lemme, Sieber, Gasser, Häggi, Henggeler, Schmid, Villatoro, Strub, Pinto

Man of the match: Sieber

 

Bericht: Sebastian Sieber


02.04.2016 | Luzern - Schaffhausen

 

Für die Golden Balls standen die Vorzeichen - vor dem ohnehin schon schwierigen Auswärtsspiel in Luzern - denkbar schlecht. Hatte sich doch, wie in anderen Sportarten schmerzlich bekannt, die Verletzungshexe eingenistet. Gleich mehrere erfahrene und somit für Taktik und Spielsystem entscheidende Teamfiguren mussten das Spiel auslassen. Somit fuhr man mit nur einem Auswechselspieler in die Brückenstadt, um dem Tabellenführer Paroli zu bieten.

 

Der Start wurde leider dermassen verschlafen, dass man annehmen musste die Schaffhauser packen nächstens ihre Schlafsäcke aus. Die Luzerner tankten sich bereits mit dem ersten Angriff mühelos durch die Defensivlinie der Munotstädter. Wobei die Begriffe "Linie" eher in "Slalomstangen" und "Munot" eher in "Tag der offenen Tür" umbenannt werden müsste.

 

Trotzdem waren es Captain Zeindler und Forwards Redner S. Kradolfer die den Spielern weiterhin Mut zusprachen. Der Mut kam und brachte die Erkenntnis, dass Luzern zwar stärker, aber keinesfalls unverwundbar war. Es gehört zum Entwicklungsprozess eines noch nicht so erfahrenen Teams, wie es die Schaffhauser noch immer sind, sich trotz eines scheinbar aussichtslosen Starts zusammen zu raufen und nie aufzugeben.

 

Genau dies geschah jetzt. Die vielen Zuschauer des Heimteams verstummten auf einmal und staunten ob den harten Tackels, schnellen Spielzügen und guten Rucks des RCS. Auf einmal schlichen sich auch bei Luzern Fehler ein. Dies führte zu vielen Penaltys für Schaffhausen. Man hätte mit Penaltykicks einige Punkte einfahren können. Man entschied sich aber dafür Fortschritte in den Offensivaktionen zu machen, resp. diese zu trainieren. Deshalb arbeitete man bis auf einen erfolgreichen Penaltykick durch Kobelt, immer wieder mit "Kick for touch" auf den Try hin. Dieser gelang zwar immer wieder knapp nicht, aber man erkannte sowohl offensiv, als auch defensiv, dass viele Fortschritte gemacht wurden. Es gilt nun noch den Feinschliff vorzunehmen, effektiver zu werden und natürlich Fehler zu vermeiden.

 

Der nächste Gegner heisst Ticino. Diese bewegen sich in ähnlicher Tabellenposition wie die Golden Balls. Man darf optimistisch sein, dass dort der erste Saisonsieg der Schaffhauser in der Rückrunde Tatsache wird.

 

Endresultat: 63:3

Penalty Kick: Kobelt 1/1

Spieler Schaffhausen: Zeindler, Gaille, Gruber, Siegenthaler, S. Kradolfer, Späni, Pinto, Kobelt, Hägi, Ledergerber, Bucher, Ehrat, Schmid, Lemme, Sieber, J. Kradolfer (D. ;-))

Man of the Match: Späni

 

Bericht: Sieber


19.03.2016 | Schaffhausen - GC Zürich 2

 

Die vielen Zuschauer im Schweizersbild freuten sich am vergangenen Samstag, ebenso wie die Mannschaft auf den Start der Rückrunde. Bei wunderschönem Frühlingswetter konnte man den Anpfiff kaum erwarten. Nach der guten Vorbereitung - dem Heimturnier eine Woche zuvor - und knallharten Trainingseinheiten war der Optimismus grenzenlos.

 

Dies widerspiegelte sich in einem wahren Startfurioso. Spielzug um Spielzug drückte man die Zürcher in deren Hälfte fest. Um ein Haar wären Kobelt bereits die ersten Punkte gelungen. Die Zürcher trauten ihren Augen nicht, hatten sie doch in der Hinrunde einen klaren Heimsieg gegen die Golden Balls errungen.

 

Heute sah man ein anderes Schaffhauser Gesicht: Tackles wurden konsequent durchgezogen. Rucks wie im Bilderbuch in der Offensive gesichert und in der Defensive Druck ausgeübt. 20 Minuten war man überzeugt, dass es hier nur einen Sieger geben kann und dies müssen die Hausherren sein.

 

Leider aber konnte man die drückende Überlegenheit nicht in Punkte ummünzen. Dies nutzte nun der Gegner gnadenlos aus. Gleich zweimal spielte sich GC in schönen Spielzügen über die Flügelspieler durch die Schaffhauser Defensive durch. Bis zur Halbzeit kamen noch einige Zürcher Tries dazu.

 

Bei den Golden Balls wurde analysiert, auf die gute Anfangsphase hingewiesen und wieder motiviert. Trotzdem gelang es lange nicht, umzusetzen was man sich vorgenommen hatte. Zu viele Fehler schlichen sich ein: unkonsequentes Rucking und mangelhaft durchgeführt Tackels. Aber man wäre nicht die Golden Balls, würde man sich zu Hause vor so vielen Fans ohne Punkte verabschieden.

 

Als hätte jemand einen künstlichen Schalter umgelegt, startete man zu einem Schlussfeuerwerk. Es war dann einmal mehr Wanner, man kann es nicht anders sagen, der wie ein Bulldozer durch die gesamte gegnerische Defensive preschte. Was für ein Kraftakt, der mit der Conversion durch Kobelt auf 7 Punkte ergänzt wurde.

 

Für einen Sieg war es zwar bereits etwas spät, aber man muss auf diesen starken Minuten aufbauen. Wenn jeder für jeden geht und konsequent gearbeitet wird, können auch Fehler ausgebügelt werden. Die Meisterschaft ist noch lange und es kommen wieder Spiele, in denen die Punkte in Schaffhausen bleiben werden.


Endresultat 7:51
Tries: Wanner
Conversion: Kobelt
Penalties: 0/1 Kobelt

Spieler Schaffhausen: Gruber, Gaille, Ehrat, Siegenthaler, Torres, S. Kradolfer, Eichenberger, Wanner, Zeindler, Kobelt, Pinto, Sieber, Knapp, Lemme, Studer, Gasser, Bucher, Schmid, Henggeler

Men of the Match: Wanner, Bucher, Siegenthaler

Bericht: Sieber


Leider konnte ich selbst nicht am Turnier sein, danke an Jan für die Detailinfos :-)

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Erfolgreiches Rugby Turnier im Schweizersbild 
12.03.2016

 

Am vergangenen Samstag fand im Schweizersbild ein internationales Rugbyturnier statt.

Die im Fachjargon Golden Balls genannten Munotstädter luden bereits zum 4. Mal zum legendären Anlass.

 

In den Vorbereitungen des OK's um Chef Jan Kradolfer, der für den ganzen Anlass viele Fleissstunden investierte, war zunächst das Wetter ein grosses Thema. Die vielen Niederschläge machten zu schaffen und stellten die Durchführung auf dem Schweizersbild Platz in Frage. 

Da aber auch Petrus ein Rugbyherz hat war es die ganze Woche vorher trocken, alles war bereit für viel Action in freundschaftlicher Atmosphäre.

 

Aus Österreich, Liechtenstein, Deutschland und natürlich der Schweiz reisten 6 Gastteams an, sodass man zusammen mit dem Heimteam 120 Spieler zählen durfte. 

Ein grosser Dank geht an BBC-Wart Urs Spengler, der alle inklusive Schiedsrichter in Umkleidekabinen unterbrachte.

Dazu fanden über den ganzen Tag ca. 150 Zuschauer den Weg ins "Rugbystadion" Schaffhausen.

 

Was die Zuschauer geboten bekamen, war von A-Z Rugby Feinkost, harte Tackels, gute Passstationen, attraktive Finten und natürlich auch einige blaue Flecken, sowie ein paar blutige Nasen.

Trotzdem war es sehr fair und kameradschaftlich geblieben, wie es sich für die nicht zu unrecht als Gentleman Sport geltende Disziplin gehört. 

Das Heimteam trat mit 2 Teams an, in welchen sie jeweils viele neue Spieler einsetzten. Gerade für Anfänger ist das Turnier ein idealer Anlass, sehr viel dazu zu lernen, verschiedene Positionen zu probieren und Erfahrungen zu sammeln. Es herrscht noch nicht der grosse Druck der Meisterschaft, wo es um Punkte geht. 

Trotzdem war selbstverständlich das ganze Team hochmotiviert, die begehrte Trophäe zu gewinnen und dem Heimpublikum etwas zu bieten. 

 

Es konnte auch gleich im ersten Spiel in einem harten Fight den Liechtensteinern ein Unentschieden erkämpft werden. Die neuen Spieler konnten alle beweisen, dass sie absolut bereit sind das Team künftig kräftig zu unterstützen. Jeder von ihnen hätte am Ende des Tages die "Golden Balls" verdient [eine ehrenvolle Auszeichnung für besondere Tagesleistungen].

 

Auch die Festwirtschaft um Chefin Celine Kym leistete einmal mehr hervorragende Arbeit und meldete am Abend des Turniers Ausverkauf.

Rundum war es ein gelungener Anlass, der mit einer Rugbyparty im Restaurant Falken abgerundet wurde. Dort gab es auch die Rangverkündigung an welcher sich nochmal alle Teams in ausgelassener Atmosphäre trafen. Ausserdem wurden die Spiele der "6 Nations" auf Grossleinwand übertragen.

 

 

Alle Resultate:

 

Schaffhausen 1 : Liechtenstein 5:5

Zürich: Ravensburg DE 5:5

Liechentstein: Zürich 0:12

Ravensburg DE: Schaffhausen 1: 28:7

Schaffhausen 1: Zürich 0:19

Liechtenstein: Ravensburg DE: 26:7

Luzern: Vorarlberg AU: 10:19

Schaffhausen 2: Konstanz DE 0:7

Vorarlberg AU:Schaffhausen 2: 27: 0

Konstanz DE: Luzern 3:0

Vorarlberg AU: Konstanz DE: 17:12

Luzern: Schaffhausen 2: 31:0

 

Finale: 

 

Vorarlberg AU: Zürich: 21:12

 

Men of the Tournament SH: Gaetano Pinto und Simon Gaille

Tries SH: Henggeler, Kobelt

 

Spieler Schaffhausen: J. Kradolfer, S. Kradolfer, Ehrat, Arm, Eichenberger, Torres, Van de Velde, Siegenthaler, Gruber, Gaille, Zeindler, Späni, Wanner, Flammia, Henggeler, Guaca, Kobelt, Strub, Uhr, Lemme, Pinto, Studer, Knapp, Gasser, Standen, Manenti, Häggi, Schmid

 

Bericht: Sieber


 

Golden Balls sind in der NLC angekommen!

 

Im letzten Heimspiel der Vorrunde ging es gegen die St Gallen Bishops. Bei den Team aus der Ostschweiz handelt es sich um eine bereits in der NLC etablierte Equipe, welche die Golden Balls im vergangenen Jahr zweimal deutlich besiegt hat.

 

Nun lag es an den Jungs aus Schaffhausen, zu beweisen, dass der Sieg gegen Haute Broye von vor zwei Wochen keine Eintagesfliege war. Das Ziel war klar, Punkte sollten her.

 

Die Munotstädter starteten druckvoll und vor den Augen der zahlreichen Fans gelang es, die Bishops in der Anfangsphase zu kontrollieren.

Nach etwa einer Viertelstunde waren es allerdings die Gäste, die nach einigen kraftvollen Vorstössen den ersten Versuch legen konnten. Doch, so weit so gut. Das die Schaffhauser diese Saison in jedem Spiel ins Hintertreffen geraten, hat mittlerweile beinahe Tradition. Das die Jungs in Gelb und Schwarz über eine starke Fitness und eine noch bessere Moral verfügen und erst dann richtig Gas geben, auch.


Doch sollte es diesmal anders sein? Erst einmal waren es die Bishops, die wenige Minuten nach dem ersten Versuch nachlegen konnten. Trotz aller guten Ansätze lag die Heimmannschaft plötzlich 14:0 im Hintertreffen.


Wieder einmal zeigte sich allerdings, je grösser die Herausforderung, je stärker die Reaktion der Golden Balls. Die Schaffhauser fanden nun besser ins Spiel und drückten auf die starke St. Galler Abwehr. Nach einem Regelverstoss der Gäste war es Kobelt, der mittels Penalty die Munotstädter auf 14:3 heranbrachte.

Es folgte eine weitere, kurze Druckphase der Heimmannschaft und kurz vor der Pause wurde ein St. Galler nach einem Regelverstoss mit einer Sin Bin für 10 Minuten des Feldes verwiesen.

Dann der Pausenpfiff, mit dem Stand von 14:3 ging es zum Tee.

 

In der zweiten Hälfte begannen die Schaffhauser wiederum stark. Nach zahlreichen Pick’and’Gos der Forwards und einigen schönen Läufen der Backs gelang es, sich vor der Tryline der Gäste festzusetzen. So war es Ehrat, welcher die Chance zum Durchbruch nutzte und sich durch die gegnerischen Verteidiger ins Malfeld stürzte. Kobelt verwandelte die Conversion sicher. 14:10!

 

Die Schaffhauser witterten Morgenluft und liessen die Bishops in den nächsten Minuten nicht zur Entfaltung kommen. Durch starkes Pressing und eine gute Leistung auch im Spiel gegen den Ball hielt man sich in der Hälfte der Gäste, welche zunehmend verzweifelt wirkten. So folgten zwei Regelverstosse, welche Kobelt mittels gewohnt souveränen Kicks zur 16:14 Führung nutzen konnte.

 

Doch noch waren 20 Minuten zu spielen, und die St Galler wollten sich die Butter nicht so einfach vom Brot nehmen lassen. Die starken Forwards der Gäste setzten die Golden Balls stark unter Druck. Gerade in dieser wichtigen Phase des Spiels war zu merken, dass die Schaffhauser bereits einige Positionswechseln aufgrund leichterer Verletzungen machen mussten. Dadurch ging die Abstimmung bei Standardsituationen etwas verloren, die Bishops kamen wieder stärker ins Spiel und belagerten die Tryline der Heimmannschaft.

 

Doch wie sture Widder hielten die Munotstädter dagegen und warfen sich mit dem Mut der Verzweifelten in jedes Tackling. Immer wieder gelang es, die Bishops um einige Meter zurückzudrängen. Der pure Willen war es, welche die Golden Balls in der Schlussphase des Spiels über Wasser hielt. Nach gefüllten 100 Tacklings und 10 Minuten aufreibender Verteidigungsarbeit dann endlich der erlösende Pfiff.

 

Die Golden Balls haben innerhalb von 30 Minuten einen 14:0 Rückstand gedreht. Innerhalb weiterer 20 Minuten wurde wie besessen jeder Meter des Felds verteidigt und nicht nur sprichwörtlich Gras gefressen, um die Punkte in der Munotstadt zu behalten.

 

Nun geht es ins Auswärtsspiel zu Tabellenführer Lausanne, bevor die wohlverdiente Winterpause beginnt. Vielen Dank an die Bishops fürs faire Spiel. Ein besonderer Dank gebührt allen treuen Fans, welche immer wieder ins Schweizersbild fahren, um Rugby zu schauen! Wir freuen uns, euch im neuen Jahr wieder blendend zu unterhalten. Und wer weiss, vielleicht gelingt es dann den Golden Balls, mal ein Spiel klar zu gewinnen und euer aller Nerven nicht so sehr zu strapazieren. 

 

Schaffhausen:
Van den Veelde, Ehrat, Eichenberger, J. Kradolfer, Gruber, S. Kradolfer, Wanner, Zeindler, Manenti, Kobelt,  Trahearn, Lemme, Bucher, Häggi, Wragg, Arm, Torres, Siegenthaler, Kingston

 

Try:
Ehrat

 

Conversion:

Kobelt 1/1

 

Penalty:
Kobelt 3/3

 


Golden Balls bestätigen gute Leistung nicht

 

Der RC Schaffhausen empfing vergangenen Samstag den Rugby Club Solothurn. Das Ziel war klar, nach dem hart erkämpften Sieg gegen Haute Broye sollte man gegen die Sankt-Ursen-Städter ebenfalls punkten.

Schaffhausen startete überraschend gut. Der traditionell verschlafene Start wurde schlichtweg vergessen und die Munotstädter agierten von Beginn an hellwach. In den ersten 20 Minuten setzten sich die Golden Balls in der Hälfte der Gäste fest. Doch trotz grossem Druck auf die gegnerische Try-Line gelang es wie schon in den Spielen zuvor nicht, Kapital aus der Überlegenheit zu schlagen.

So war es Solothurn, das mit schnellen Bällen über die eigenen Backs übers halbe Spielfeld stürmte und den ersten Try legen konnte.

Das die Golden Balls in Rückstand geraten, ist man sich mittlerweile gewohnt. Das die Schaffhauser in den vergangenen Spielen erst dann richtig aufdrehen und ihr bestes Rugby spielen, ebenfalls.

Sollte das auch an diesem Samstag wieder der Fall sein? Leider nein.

Die Golden Balls zeigten in der Folge zwar gute Ansätze und waren über die gesamte Spieldauer sehr bemüht. Viele kleine Fehler und dadurch entstandene Unruhe im Team kosteten die Munotstädter jedoch zahlreiche mühsam erkämpfte Meter. Solothurn gelang es, diese Fehler auszunutzen und so einige Punkte zu erzielen.

Schlussendlich stand eine 35-14 Niederlage zu Buche. Trys von Wanner und Kobelt waren Indiz dafür, dass Solothurn nicht unschlagbar war. Allerdings benötigt es hierfür eine konzentrierte Teamleistung, welche die Golden Balls für einmal nicht abrufen konnten.


So bleibt festzuhalten, dass Solothurn gegen Schaffhausen gewonnen hat, die Schaffhauser sich aber zu einem grossen Teil selbst im Weg gestanden sind.

Nun geht es im letzten Heimspiel in dieser Saisonhälfte gegen St. Gallen. Wir werden sehen, ob Schaffhausen eine Reaktion zeigt und Punkte einfährt. Unterstützen Sie die Jungs am kommenden Samstag um 14 Uhr im Schweizersbild.

  

Schaffhausen:
Eichenberger, Späni, Gruber, J. Kradolfer, Van den Veelde, S. Kradolfer, Wanner, Zeindler, Bucher, Kobelt, Lemme, Sieber, Ledergerber, Trahearn, Häggi, Wragg, Hengeller

 

Try:
Wanner

Kobelt

 

Conversion:

Kobelt 2/2

Erster Sieg in der NLC Saison 15/16

 

Am vergangenen Samstag gab sich der RC Haute Broye die Ehre auf dem Schweizersbild. Die Westschweizer Mannschaft ist für den RC Schaffhausen kein Unbekannter, hat man doch in der vergangenen Saison an selber Stätte eine bittere 13-8 Niederlage hinnehmen müssen.

 

Für die Golden Balls ging es in diesem Spiel um nichts weniger als den ersten Sieg in der NLC. Das dieser gegen die physisch starken „Stiere“ hart erkämpft werden muss, war klar.
Das Spiel begann ganz nach Geschmack der Munotstädter und dem Grossteil der anwesenden Zuschauer. Durch starkes Rucking, einigen guten Spielzügen über die Backs und kompromisslosen Tackles gelang es Schaffhausen, sich in der Hälfte von Haute Broye festzubeissen. Trotzdem gelang es den Jungs in Gelb in der starken Anfangsphase nicht, etwas Zählbares herauszuspielen.

 

So waren es die Westschweizer, welche nach etwa 20 Minuten ihren bis dahin einzigen Vorstoss mit einem Try abschliessen konnten. In der Folge verloren die Schaffhauser etwas den Faden, was die erfahrenen Spieler von Haute Broye mit einer schönen Mal nach einem Lineout und dem zweiten Try ausnutzen. Nun lagen die Munotstädter trotz sehr guten Ansätzen in Angriff und Verteidigung plötzlich mit 12:0 zurück.

 

Mit zahlreichen Pick-and-Gos und einigen guten Spielzügen in der Linie kämpfte Schaffhausen vor der Pause um Punkte. Wanner reagierte im Getümmel am schnellsten und drückte den Ball nach einem kurzen Kick über die Linie zum verdienten Anschlusstreffer.

 

 Mit 12-5 für die Gäste ging es in die Pause.

 

Nach der Pause dasselbe Bild. Schaffhausen drückte, Haute Broye punktete. Wiederum gelang es den starken Forwards der Westschweizer, die Schaffhauser in Geplänkel zu verwickeln und danach die Überzahl in der Linie geschickt zum Try auszunutzen. Nach der anschliessenden Conversion lagen die Munotstädter mit 19-5 zurück.

 

Aussichtlos? Mitnichten… Die Schaffhauser behielten die Köpfe oben und rannten wie wild gegen die immer müder werdenden Gäste an. So war es Ehrat, welcher sich in seinem dritten Spiel für den Club nach einer schieren Willensleistung über die Linie wuchtete und den Ball in die Tryzone legen konnte. Nach verwandelter Conversion von Kobelt stand es plötzlich nur noch 12-19, und die Schaffhauser witterten Morgenluft.

 

Was folgte, war der Beweis, dass die Schaffhauser ihren Spitznamen „Golden Balls“ mit Recht trugen und das Fitnesstraining nicht umsonst war.

 

Wie Wellen an den Strand rollten die Schaffhauser Angriffe gegen die Linie der „Stiere“ aus Haute Broye zu. So war es Studer, der mit seinem ersten Versuch für Schaffhausen die Hoffnungen aufrecht erhielt, und 10 Minuten vor Schluss die Munotstädter bis zu 17-19 ranbrachte. Doch reicht die Zeit noch? Die Westschweizer waren stehend K.O. und verteidigten trotzdem wie besessen ihre Linie, die Schaffhauser rannten weiter an. Ein Try wollte und wollte nicht gelingen. Dann der Dämpfer. Der eben eingewechselte Arm wurde nach einer Regelwidrigkeit des Feldes verwiesen. Schaffhausen nur noch zu vierzehnt. Reicht die Power noch für Punkte?
Eine Minute vor Schluss dann die Erlösung. Nach einer Regelwidrigkeit der Westschweizer verwandelt Kobelt den fälligen Penalty zur 20:19 Führung für die Gastgeber.


Die Nerven lagen blank. Schaffhausen verteidigte die letzten wilden Angriff der Stiere geschickt. Die letzte Scrum im Spiel, kurz vor der Linie der Munotstädter, gelang es den Gastgebern, dicht zu halten? Mit blossem Willen und schweren Beinen ging jeder Schaffhauser nochmal bis ans Limit und die Westschweizer wurden weggedrückt. Manenti schnappte sich den Ball, kickte ins Out und löste bei den Spielern und Fans der Golden Balls kollektiven Jubeltaumel aus.

 

Es bleibt festzuhalten: Schaffhausen macht spielerisch weiterhin Fortschritte. Das Team verfügt über die Möglichkeiten, für viele Mannschaften in der Liga ein schwieriger Gegner zu sein und über einen imposanten Willen. Am kommenden Samstag gilt es nun, den Trend gegen Solothurn fortzusetzen.

 

Unterstützen Sie die Golden Balls im Schweizersbild und lassen Sie sich dieses spannende Spiel nicht entgehen!

 

 

Schaffhausen:
 van de Velde, Ehrat, Späni, J. Kradolfer, Torres, S. Kradolfer, Wanner, Zeindler, Manenti, Kobelt, Sieber, Trahearn, Lemme, Bucher, Studer, Ledergerber, Wragg, Trazsi, Arm

 

Try:
Wanner

Ehrat

Studer

 

Conversion:

Kobelt 1/3

 

Penalty:
Kobelt 1/1

 

 

 


Harziger Saisonauftakt

 

Zum Saisonauftakt reisten die Golden Balls nach Zürich. Nun wollten die Schaffhauser gegen die Grasshoppers zeigen, was man in schweisstreibenden Trainings unter Nick Wragg dazugelernt hat.

 

Die Schaffhauser hatten zu Spielbeginn Mühe mit der Abstimmung in der Line, wodurch die schnell vorgetragenen Angriffen der Zürcher öfter mal erfolgreich abgeschlossen werden konnten. So waren es die Hoppers, welche die Startphase des Spiels klar dominierten.


Kurz vor Halbzeitpfiff folgte die stärkste Phase der Schaffhauser, welche die eigene Tryline verbissen verteidigten. Leider gelang es Zürich, die aufkeimende Hoffnung der Munotstädter mit einem weiteren Try zu zerstören. Mit einem zwischenstand von irgendwas um 30:0 ging es in die Pause.

 

Die zweite Hälfte war leider eine Kopie der ersten. Zürich punktete, Schaffhausen machte sich das Leben mit zahlreichen Fehlern selber unnötig schwer. Das einzige, was reibungslos funktionierte, waren die Scrums. Ca. 80% davon konnten durch die Schaffhauser Forwards gewonnen werden.

 

Festzuhalten bleibt, dass die Golden Balls in diesem Spiel keinen Punkt verdient haben. Positiv: Die Scrums funktionieren gut. Die Defensivarbeit sowie die Einstellung stimmen. Ausserdem ist bemerkenswert, dass die Schaffhauser, obwohl nur mit 15 ½ Spielern angereist, keine Probleme mit der Fitness bekundeten. Zu verbessern ist vor allem die Abstimmung der Line sowie die Spielzüge im Angriff.

 

Am kommenden Samstag haben die Golden Balls im Heimspiel gegen den RC Luzern die Chance auf Wiedergutmachung.

 

Schaffhausen:

Eichenberger, Ehrat, Späni, Gruber, J. Kradolfer, S. Kradolfer, Wanner, Torres, Bucher, Manenti, Kobelt, Ledergerber, Henggeler, Wragg, Studer, Standen

Forfait sieg gegen Basel.

 

Leider hat Basel nicht genügend Spieler zusammen bekommen um das Saison Auftaktspiel in Schaffhausen zu bestreiten. Somit gewinnen wir das erste Spiel 30 zu 0. Ein etwas fader Sieg undhoffentlich nicht unser einziger in dieser Saison .


Niederlage gegen RC Basel

 

 

Im letzten Heimspiel unterliegen die Golden Balls dem RC Basel.

Das "Future Team" der Basler bestand am vergangenen Samstag aus einer Handvoll Nati C Spielern, welche mit zahlreichen erfahrenen Spielern aus der Nationalliga A verstärkt wurden. Bitter für die Schaffhauser, welche den Zuschauern gegen die Basler unbedingt einen guten Saisonabschluss bescheren wollten.

Dies gelang mehrheitlich, trotz des 37:3 Schlussresultates. Dank einer starken Verteidigung waren die Schaffhauser für die Basler schwer zu knacken, was sich unter anderem in 7 held-ups zeigte, bei welchen es den Gästen nicht gelang, den Ball auf dem Boden zu platzieren.

Allerdings liessen die Gäste nicht zu, dass die Schaffhauser ihr Offensivspiel aufziehen konnten. Lediglich Kobelt gelang es, die Golden Balls mit einem schönen Penaltykick aufs Scoreboard zu schiessen.

Grundsätzlich durften die Zuschauer eine defensiv sehr solide Mannschaft der Golden Balls sehen, welche jedoch gegen Basel verdient verlor. Dass der Score mit 37:3 zu hoch war, zeigt auch die Tatsache, dass die Munotstädter dank einer kämpferischen Leistung bis zur 70 Minute gegen eine Nati A Mannschaft lediglich 20:3 hinten lagen.

Nun geht es in der Sommerpause darum, erkannte Schwächen auszumerzen und in der Saison 2015/16 in der NLC neu anzugreifen.

 

Schaffhausen:
Zeindler, Gaile, Gruber, Van den Veelde, J.Kradolfer, Cristina, S. Kradolfer, Wanner, Bucher, Manenti, Kobelt, Trahearn, Häggi, Villatoro, Wragg, Torres, Gebhardt, Eichenberger, Ehrat, Ledergerber

 

Penalty: Kobelt 1/1

 

 

 

 


Punktgewinn trotz Niederlage

 

Im ersten Heimspiel der NLC Regular durfte sich der RC Schaffhausen gegen den RC Haute Broye präsentieren. Nach der ärgerlichen Niederlage gegen Konstanz wollten die Golden Balls vor heimischem Publikum unbedingt punkten.

In der Anfangsphase gelang den Golden Balls vieles, nur leider kein Try. Der Ball wechselte im guten Zusammenspiel zwischen Forwards und Backs etliche male die Richtung, ohne das dabei Punkte erzielt werden konnten. Die Schaffhauser waren die ersten 20 Minuten mehrheitlich im Ballbesitz und vor der Linie der Westschweizer. Dass dabei keine Punkte erzielt wurden, ist mehr als ärgerlich.  Ein bekannter Spruch lautet: Wer sie vorne nicht macht, der kriegt sie hinten. Das traf auch an diesem Samstag voll zu. So konnte Haute-Broye nach einer halben Stunde den ersten Angriff der Partie mit einem Try abschliessen. Die Golden Balls liessen sich dadurch nicht beeindrucken und spielten weiter. Leider konnten jedoch vor der Pause keine Punkte mehr erzielt werden.

Nach der Pause dasselbe Bild, die Munotstädter drückten ohne zu reüssieren. Dann der Auftritt von Neo-Scrumhalf Häggi, ein Penalty für Schaffhausen, ein unwiderstehlicher Sprint mit einigen ebenso unglaublichen Hacken und ein Try für die Golden Balls. Kobelt verwertete die Conversion sicher, 7:5 für Schaffhausen.

 

Nun war die Heimmannschaft endlich im Spiel angekommen, konnte man meinen. Nach einem Lineout reagierten die Forwards schneller als die Westschweizer und erzielten einen Versuch durch Kradolfer. Ein Pfiff, allgemeines Aufschreien, doch der Schiedsrichter pfeift Offside. So blieb es leider beim 7:5 aus Schaffhauser Sicht.

In der Schlussphase platzierten sich die massigen Forwards von Haute Broye, auch begünstigt durch 2 gelbe Karten gegen die Golden Balls, nun öfter in der Hälfte der Heimmannschaft. Dass diese Brocken nicht leicht wegzuschieben sind, merkt wohl so mancher Schaffhauser heute noch im Rücken.

So gelang Haute Broye ein Penalty zum 7:8. Ärgerlich, aber noch genügend Zeit auf der Uhr, um dies zu korrigieren.  Doch durch zu viele dumme kleine Fehler gaben die Schaffhauser das Spiel aus der Hand und so waren es die Welschen, welche den letzten Try der Partie legen konnten. Das dieser durch einen regelwidrigen Sprung über die Ruck erzielt wurde, ist für die Golden Balls doppelt bitter. Als Trostpflaster konnte immerhin ein Punkt aufgrund der geringen Punktedifferenz mitgenommen werden, deutlich zu wenig für die Schaffhauser nach diesem Spiel.

Festzuhalten bleibt, dass die Schaffhauser solides Rugby gezeigt haben und mehrheitlich in Ballbesitz waren. Leider wurden jedoch durch zu viele Eigenfehler die Gegner unnötig stark gemacht und das Spiel verloren.

Schaffhausen:

Zeindler, Gaile, Grueber, Kradolfer J., Van den Velde, Kradolfer S., Henggeler, Eichenberger, Häggi, Kobelt, Ledergeber, Sieber, Knapp, Gebhardt, Manenti, Wragg, Gasser, Villatoro, Standen, Bucher 

 

Punkte Schaffhausen:

Try

Häggi Leo

 

Conversion

Kobelt Tobias

 

Erster Punkt in der NLC Regular

Nach der bitteren Niederlage gegen die St. Gallen Bishops von vergangener Woche ging es am

Samstag gegen Konstanz um Wiedergutmachung und noch wichtiger, um die ersten Punkte.

Die zahlreichen mitgereisten Fans sahen eine gute Startphase der Golden Balls. Das gute Training

unter der Woche hat sich positiv auf die Stabilität der Linie ausgewirkt. So standen die Schaffhauser

hinten sicher und konnten offensiv immer wieder Nadelstiche setzen.

Bis kurz  vor der Pause stand es nach 3 Penalties 6:3 für die Heimmannschaft. Dann kam Minuten vor

dem Tee eine Scrum kurz vor der Linie der Golden Balls. Konstanz gewann diese und erzielte einen

Try und die anschliessende Conversion.13:3 Halbzeitstand.

Brechen die Munotstädter nun ein? Wars das wieder, mit der Chance, Punkte zu holen?

Nein!

Auch nach der Pause hielten die Schaffhauser die Konzentration hoch und setzten die Konstanzer

unter Druck. Leider konnte Kradolfer zwei Penalties nicht verwerten, um die Schaffhauser näher ran

zu bringen.

Nach einigem Hin und Her, bei welchem die Verteidigung der Schaffhauser so sicher stand wie die

Schaffhauser Kantonalbank, kam der Auftritt von Häggi. Nach einer unübersichtlichen Situation vor

der Tryline der Konstanzer reagierte er am schnellsten und erzielt den ersten Try der Schaffhauser in

diesem Jahr. Die anschliessende Conversion erzielte Kobelt sicher.

Beim Stand von 16:10 bricht die Schlussphase an. Die Golden Balls schnürten die Konstanzer in deren

Hälfte ein und standen kurz vor dem so wichtigen Try. Doch leider gelang den Schaffhausern dieser

nicht mehr, mit 16:10 ging das Spiel verloren.

Dieses Spiel war das beste der Golden Balls seit langer Zeit. Auch wenn es nicht zum Sieg reichte,

können die Schaffhauser sich über den ersten Punktgewinn aufgrund der geringen Punktedifferenz

freuen. Gelingt es, diese Leistung zu bestätigen, die Nervosität vor der gegnerischen Tryline

abzulegen und den einen oder anderen Penalty mehr zu versorgen, steht dem ersten Heimsieg nichts

im Weg.

Unterstützt die Golden Balls am kommenden Samstag, 25.04.2015 ab 15:00 Uhr im Schweizersbild!

RCS:

Gruber; Gaille, Zeindler; Kradolfer J.; Van den Velde; Kradolfer S.; Henggeler; Eichenberger; Häggi;

Kobelt; Manenti; Sieber; Trahearn; Studer; Wragg; Hillepold; Ledergerber; Arm

Try

Häggi

Conversion

Kobelt 1/1

Penalties

J. Kradolfer 1/3